Die Waren aus dem Landkreis gehen in alle Teile der Welt. Foto: dpa/Lian Zhen

Die Unternehmen im Kreis Böblingen haben im ersten Halbjahr von 2021 mehr ausgeführt als vergleichsweise in 2019. Es gibt allerdings etwas, das die Stimmung trüben könnte.

Kreis Böblingen - Das Exportgeschäft im Landkreis Böblingen nimmt wieder stark Fahrt auf. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnet die Bezirkskammer der IHK in Böblingen laut einer Pressemitteilung knapp 11500 ausgestellte Ursprungszeugnisse und Exportbescheinigungen. Die Nachfrage an Exportdokumenten liege damit in den ersten sechs Monaten bereits über dem Halbjahresdurchschnitt des Rekordjahrs 2019. Auch der Anteil an elektronisch ausgestellten Dokumenten ist stark angestiegen.

IHK rechnet mit steigender Exporttätigkeit noch in diesem Jahr

„Die Exportdokumente, die wir für unsere Mitgliedsunternehmen ausstellen, sind ein wichtiger Gradmesser für uns, um die Außenwirtschaftsgeschäfte der Unternehmen im Landkreis besser einschätzen zu können“, erklärt die Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Böblingen, Marion Oker. Nachdem sich die Exportsituation des Landkreis Böblingen 2020 durch die Corona-Pandemie verschlechtert hatte, rechnet die IHK Böblingen für das Gesamtjahr 2021 mit einer weiter steigenden Exporttätigkeit. Die Stimmung trüben könnten allerdings anhaltende Beschaffungsschwierigkeiten und Herausforderungen in der Logistik, heißt es weiter.

Die ausgestellten Dokumente, die zu dem Tagesgeschäft der IHK gehören, begleiten den Warenexport in bestimmte Länder und dokumentieren deren Ursprung. Auf die Angabe des Warenursprungs ist im internationalen Handel nicht zu verzichten, die Dokumente dienen sozusagen als Reisepass einer Ware, heißt es von der IHK. Das Ausstellen dieser Zeugnisse gehört zu dem Bereich der hoheitlichen Aufgaben und wurde den Industrie- und Handelskammern von staatlicher Seite übertragen.

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