Wladimir Putin Foto: dpa/Alexei Druzhinin

US-Präsident Joe Biden hat eine klare Meinung zu Kremlchef Wladimir Putin. Die US-Erwartungen an das Treffen sind sehr gedämpft.

Washington - Im März 2011 war Joe Biden, damals Vizepräsident der Vereinigten Staaten, bei Wladimir Putin im Kreml zu Gast. Er flog nach Moskau, um ihn zu beruhigen, den Mann, der sich zu jener Zeit mit dem Posten des russischen Regierungschefs begnügte und bald darauf ins Präsidentenamt zurückkehren sollte. Vor allem versuchte er ihm die Angst vor dem Raketenabwehrsystem zu nehmen, das die USA in Osteuropa aufbauen wollten. Nach einem intensiven Gespräch, schreibt Biden in seinen Memoiren, habe ihm der Gastgeber noch das eine oder andere in seinem prachtvollen Büro gezeigt. „Ist es nicht erstaunlich, was der Kapitalismus alles vermag?“, stichelte der Amerikaner, was Putin mit einem Lachen quittierte. Beide standen einander direkt gegenüber, und in dem Moment sagte Biden, so beschreibt er es jedenfalls in seinem Buch: „Herr Ministerpräsident, ich schaue Ihnen direkt in die Augen, ich glaube nicht, dass Sie eine Seele haben.“ „Wir verstehen uns“, habe Putin lächelnd erwidert. Und sie hätten sich tatsächlich verstanden, beendet Biden das Kapitel.

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