Siemens Chef Roland Busch äußerte sich im „Manager Magazin“ zu seine Konzernstrategie (Archivbild). Foto: dpa/Peter Kneffel

Der Siemens-Chef Roland Busch hat sich im „Manager Magazin“ zu seiner Konzern-Strategie und den größten Baustellen geäußert.

München - Siemens-Chef Roland Busch erteilt weiteren Verkäufen oder Abspaltungen bei dem Münchner Technologiekonzern eine Absage. „Zusätzliche Werte schafft man nicht durch weitere Portfolioveränderungen“, sagte er dem „Manager Magazin“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Das Portfolio eines Unternehmens sollte einigermaßen kohärent sein, also einen Zusammenhang haben und bezüglich Wachstum und Marge nicht zu stark auseinanderklaffen.“ Buschs Vorgänger Joe Kaeser hatte die Medizintechnik-Sparte Siemens Healthineers an die Börse gebracht und die Mehrheit an Siemens Energy abgegeben.

Der Siemens-Chef über die größten Baustellen

Busch benannte in dem Interview die größten Baustellen: „Vor allem unser Elektromotoren-Joint-Venture Valeo Siemens stellt uns nicht ­zufrieden, weil wir nach wie vor Geld verlieren“, sagte er. Das Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Valeo gehört zu den „Portfolio Companies“, die nicht so recht zum restlichen Geschäft passen. Aber auch im Kerngeschäft mit Gebäude- und Netztechnik gebe es Problemfelder, räumte Busch ein: „Bei Smart Infrastruc­ture müssen wir unser Geschäft mit Netzmanagementsoftware in Ordnung bringen und die zugekauften Anbieter von Leistungselektronik verbessern.“

Bei der verstärkten Ausrichtung von Siemens auf Software will Busch auf große Übernahmen verzichten: „Kleinere ergänzende Akquisitionen bringen uns weiter. Wir generieren damit neue Funktionali­täten und zusätzliches Volumen, und sie sind leichter zu inte­grieren.“