Die Polizei testet die Untersuchung von Tatorten per App in einem Pilotprojekt. (Symbolfoto) Foto: imago images/Westend61/GER via www.imago-images.de

„Insitu“ heißt das Software-System mit dem die Kriminalpolizei die Untersuchung von Tatorten erleichtern will. Die Anwendung soll zwei Jahre lang getestet werden.

Berlin - Die Erfassung und Auswertung von Spuren an Verbrechens-Tatorten soll durch eine Smartphone-App deutlich verbessert werden. Die Berliner Polizei und das Bundeskriminalamt (BKA) setzen in einem gemeinsamen zweijährigen Programm die neue Smartphone-App zusammen mit einer Web-Anwendung für die anschließende Datenauswertung auf der Dienststelle ein. Insitu („in situ“ lateinisch für: in originaler Lage, am Ursprungsort) heißt das Software-System, das bereits am 1. Oktober startete, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Ziel des Projektes sei es, Spuren und Hinweise bereits am Tatort ganzheitlich digital zu erfassen und die Daten in weitere Systeme zu überführen. Alle Daten sollen so in einem Tatortinformationsmodell vernetzt werden: Fotos, Notizen, Skizzen, Audioaufnahmen sowie Laserscans und Bilder aus 360-Grad-Kameras. Eine schnelle und unumstößliche Dokumentation der Beweislage sei ein entscheidender Teil erfolgreicher Ermittlungen, betonte Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

  
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