Manche Szenen klingen wie aus einem Eberhofer-Krimi: Manfred Frank. Foto: Andreas Kusy

Der Kabarettist Martin Frank überzeugt im Theaterhaus eher unausgesprochen politisch mit kleinen Wahrheiten aus dem Leben.

Häufig hat man bei Bühnenprogrammen von Kabarettisten den Eindruck, dass halt irgendwas drüberstehen muss. Bei Martin Frank kann man lange warten, bis aber am Ende ein Bezug zum Titel „Wahrscheinlich liegt’s an mir“ hergestellt wird. Dies sage er sich, wenn die Schwester seinen Neffen mahne, in der Schule gut aufzupassen, damit mal was Gescheites aus ihm werde. Dabei hat Martin Frank sogar eine anständige Ausbildung – zum Verwaltungsfachangestellten mit Spezialisierung zum Standesbeamten. Aber er hat eben auch eine Schauspiel- und Kirchenorganistenausbildung – so, wie er sehr gut hörbar Gesangsunterricht bei Opernsängern genommen hat. Und so steht er heute mit 31 Jahren als jemand, der sich im doppelten Sinne selbst versorgen kann, auf der Bühne der ausverkauften Halle T2 im Theaterhaus und gibt zwischendurch auch Arien zum Besten, vorzugsweise auf Italienisch: von Verdi und Händel, aber ebenso „Funiculì, Funiculà“, dessen deutsche Übersetzung mit „Schau hi, da liegt a toter Fisch im Wasser, den mach ma hi“ er noch absurder fortspinnt.

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