Während der Amphibienwanderungen ist für die Tiere und für die ehrenamtlichen Helfer bei ihren nächtlichen Einsätzen Rücksicht und Einsicht angesagt. Wie die 2013 abgesägte Krötenschranke bei Aidlingen zeigt, mangelt es daran bei einigen Autofahrern. Foto: Eibner

Jedes Jahr wird die Kreisstraße zwischen Aidlingen und Grafenau zum Frühjahrsbeginn für die Zeit der Amphibienwanderungen gesperrt. Jedes Jahr kommt es deswegen zu Konflikten zwischen Autofahrern und Tierschützern. Einige von ihnen ziehen daraus jetzt Konsequenzen.

Eine milde Nacht Ende Februar. Auf der schmalen Kreisstraße zwischen Aidlingen und Dätzingen laufen Menschen mit Warnwesten über den Asphalt. Sie tragen Eimer und suchen mit ihren Stirnlampen den dunklen Untergrund nach Kröten und anderen Amphibien ab, die um diese Jahreszeit auf Laichwanderung gehen. Die Straße ist bis zum Morgen für den Verkehr per Schranke gesperrt. Das scheint diesen Autofahrer aber nicht zu interessieren: In einem ebenso waghalsigen wie irrsinnigen Manöver schlingert er am äußersten Fahrbahnrand am Schlagbaum vorbei und prescht dann hupend und gestikulierend mitten durch das kleine Helferteam.

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