Das Ensemble von „Musik am 13.“ mit Jörg-Hannes Hahn am Cembalo Foto: Roberto Bulgrin/bulgrin

Die Kirchenmusikreihe „Musik am 13.“ beendet ihr Mammutprojekt „Bachs Kammermusik“ in der Cannstatter Stadtkirche mit dem „Musikalischen Opfer“.

Das ist sicher die berühmteste Anekdote, die Johann Sebastian Bachs Vita schmückt: Dass sein „Musikalisches Opfer“ das Werk eines Gedemütigten ist, der sich intellektuell rächen wollte. Am Alten Fritz nämlich, dem Hobbyflötisten, der den Thomaskantor in einer Audienz in Potsdam 1747 vermessenerweise dazu aufgefordert haben soll, über einem von ihm selbst vorgegebenen Thema eine sechsstimmige Fuge zu improvisieren. Sechsstimmig! Improvisieren! Über ein Thema, das, ehrlich gesagt, ja schon ein bisschen weinerlich ist: Erst steigt es langsam in großen Schritten auf, dann plumpst es in die Tiefe, um wieder weit nach oben zu springen und von dort aus wieder abzusacken, jetzt minutiös jammernd. Ein Thema, das auf die Nerven geht.

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