Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Eisenmann sollen junge Gründerfirmen eine Heimat finden. Foto: factum/Simon Granville

Der Landkreis investiert 1,2 Millionen Euro in das Innovationsprojekt AIXpress.

Böblingen - Der Kreistag hat jetzt beschlossen, dass sich der Landkreis Böblingen am Innovationshub AIXpress mit einer Starthilfe in Höhe von 400 000 Euro pro Jahr für drei Jahre beteiligt. Auf dem Areal der insolventen Firma Eisenmann in Böblingen sollen Gründer und Gründerinnen Flächen zur Verfügung gestellt werden. Und nicht nur sie, sondern auch Kultur, kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen und Schulen sollen die Gelegenheit bekommen, die Räumlichkeiten zu nutzen und voneinander zu lernen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von dieser Idee soll der ganze Landkreis profitieren. Das Zentrum für Digitalisierung als Treiber neuer Geschäftsmodelle im Mittelstand ist ebenso eingebunden wie das Herman-Hollerith-Zentrum der Hochschule Reutlingen und die Jugendforschungszentren im Kreis. „Aus dieser vernetzten Zusammenarbeit werden dann hoffentlich viele neue innovative Ideen, neue Unternehmen, neue Arbeitsplätze und eine neue Gründerkultur entstehen“, heißt es weiter.

AIXpress soll ein Baustein sein, um den Landkreis fit für die Zukunft zu machen. „Mit neuen Ideen schaffen kluge Köpfe die Produkte und Lösungen von morgen“, sagt Landrat Bernhard. „Dem Landkreis steht es gut an, hier mit als Treiber einer Frischzellenkur aufzutreten.“ Wirtschaftliche Umbrüche würden auch vor dem Landkreis Böblingen nicht haltmachen. „Umso wichtiger ist es, schon jetzt, an die Zukunft zu denken. Mit einem klugen Plan zur Gründungsförderung tun wir genau das.“

Eine Umfrage bei Startups habe ergeben, dass ansprechende Räumlichkeiten für Hightech-Gründungen mit Laboren zum Ausprobieren fehlen. „Es lag nahe, das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz und die Bedürfnisse der Startups miteinander zu verknüpfen.“, meint Hans-Ulrich Schmid vom Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen, der zu den Treibern des Projekts zählt. „Mit dem Eisenmann-Areal bietet sich hier eine echte Gelegenheit. Die Räumlichkeiten und das Inventar sind mehr als geeignet“, so Schmid. (red)

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