Geldanleger haben gerade ein Problem: noch immer sehr niedrige Zinsen. Foto: PhotoSG – stock.adobe.com

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank ermöglicht den deutschen Banken exorbitante Überschüsse. Der Sparer hingegen wird mit Minizinsen bedacht – ein riskanter Kurs, meint Matthias Schiermeyer.

In den Chefetagen der meisten deutschen Großbanken müsste eigentlich wieder Schampus fließen. Ein Institut nach dem anderen verkündet einen Milliardenüberschuss für 2022. Trotz Wirtschaftskrise erlebt die Branche ein erstaunliches Comeback. Die hohen Gewinne haben großteils mit der Zinswende zu tun. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ist auf drei Prozent gestiegen und dürfte nächste Woche um weitere 0,5 Prozentpunkte klettern. Auf diesem Niveau können die Banken risikolos ihr Geld bei der EZB parken. In der Folge sind die Zinsüberschüsse der europäischen Kreditwirtschaft auf eine Gesamtsumme in dreistelliger Milliardenhöhe fast explodiert. Doch Millionen Sparer bekommen davon wenig mit; ihnen bleibt das Sprudelwasser.

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