Immer weniger Bahnreisende zeigen Verständnis für die Streiks der GDL. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Es ist der sechste Streik in der laufenden Tarifrunde – und die Geduld vieler Fahrgäste ist aufgebraucht. Der Zorn der Pendler in Stuttgart richtet sich zunehmend gegen die GDL.

Eigentlich kommt Pendler Kevin Pakula gut ohne Auto aus – doch an diesem Dienstagmorgen um kurz vor acht Uhr verflucht er, dass er auf die Bahn angewiesen ist. Der Student der Computerwissenschaften muss dringend zu einer Vorlesung an die Universität – doch der 25-jährige Sillenbucher wird am Stuttgarter Tiefbahnhof ausgebremst. Auf der blauen Anzeigetafel auf Gleis 102 steht unmissverständlich: Die S1 verkehrt heute im Stundentakt, ebenso wie die Linien S6 und S60. Wie Millionen Bahnreisende im Land wird Pakula vom nunmehr sechsten GDL-Streik in der laufenden Tarifrunde auf die Geduldsprobe gestellt: „Ich habe echt kein Verständnis mehr“, sagt der Student, dessen Freundin es noch härter trifft. Weil im Fernverkehr fast keine Züge fahren, kommt sie nicht wie geplant zu einer Konferenz nach Magdeburg.

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