Die aktuelle Fläche ist zu klein: Bisher turnen Niccolo Spieß und die WTG Heckengäu auf einer zwei Meter breiten Bodenbahn Foto: WTG Heckengäu

Die WTG Heckengäu muss einen neuen Turn-Boden anschaffen. Die 40 000 Euro Anschaffungskosten sind für den Verein eine starke Belastung.

Kreis Böblingen - Für die Wettkämpfe in der 3. Turn-Bundesliga braucht die WTG Heckengäu eine neue Bodenfläche. „Es steht fest, wir kaufen eine Bodenfläche“, erklärt Wayne Jaeschky, der sportliche Leiter der WTG. Um genauer zu sein, einen Schwingboden mit einer Fläche von 14 auf 14 Meter. Dieser muss für das leistungsorientierte Kunstturnen besonderen Anforderungen gerecht werden: eine hohe Federwirkung, die das Turnen von Saltovariationen ermöglicht und ein Höchstmaß an Dämpfung bei den Landungen sicherstellt.

Neuer Boden kostet 40000 Euro

Für die Gemeinschaftsriege, die sich aus Turnern der Vereine VfL Herrenberg, TSV Gärtringen, SpVgg Renningen und SV Leonberg/Eltingen zusammensetzt, ist die Anschaffung ein finanzieller Kraftakt. Dieser ist jedoch nötig. „Ab der 3. Bundesliga sind wir verpflichtet bei Heim-Wettkämpfen eine Bodenfläche zur Verfügung zu stellen“, sagt Jaeschky und beziffert die Kosten für dieses Gerät auf knapp 40000 Euro. Bisher haben die Turner der WTG auf einer 14 auf 2 Meter Bodenbahn trainiert und ihre Wettkämpfe bestritten.

Neben dem Bundesliga-Kader profitieren davon auch die Bezirks- und Verbandsligaturner der WTG. „Wir werden den teuren Boden dann nicht nur im Herbst für die Wettkämpfe in der Deutschen Turnliga aufbauen, sondern nach Möglichkeit auch im Frühjahr in der Liga des Schwäbischen Turnerbundes“, erklärt Jaeschky. Darüber hinaus können im Verbund der WTG auch hochkarätige Verbandswettkämpfe in die Region geholt werden, denn die Fläche erfüllt die Norm des internationalen Turnerbundes (FIG).

74 Schichtholzelemente auf 2336 Stahlfedern

Der Boden gehört als eines von zwei Geräten, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zum olympischen Programm. Die Bodenfläche, mit den Maßen 14 mal 14 Meter, besteht aus einer Unterkonstruktion aus 74 Schichtholzelementen die auf insgesamt 2336 Stahlfedern montiert ist. Als Auflage fungieren 196 Schaumelemente und sieben Spezialschaumbodenmatten.

Da die neue Bundesligasaison zum September 2021 ins Haus steht und die WTG Heckengäu mindestens vier Heim-Wettkämpfe ausrichten muss, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, nun tätig zu werden. In den Vorplanungen wurden sämtliche Möglichkeiten durchgespielt. Eine Mietvariante vom Hersteller schied aus Kostengründen ebenso aus, wie das Finden einer gut erhaltenen gebrauchten Bodenfläche. Über die letzten Jahren hat die Gemeinschaftsriege bereits Rücklagen gebildet, die etwa 50 Prozent der Anschaffungskosten abdecken. Diese sollen den Grundstock der Finanzierung bilden. „Damit das Unternehmen aber nicht zum sprichwörtlichen Fass ohne Boden wird, brauchen wir nun die Mithilfe von vielen großzügigen Förderern“, erklärt Jaeschky. Dafür gibt es nun eine Spendenaktion des Vereins.

100 Euro pro Quadratmeter

Diese wurde von den Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Jaeschky niederschwellig angelegt, damit sich möglichst viele Förderer finden. Für einen Betrag über 100 Euro kann ein Förderer einen Quadratmeter der Bodenfläche finanzieren und erhält dafür eine Spendenbescheinigung des Vereins. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit, seinen Namen auf der Spendertafel, die die 196 Quadrate übersichtlich darstellt, zu verewigen. Diese wird an den Heim-Wettkämpfen im Hallenfoyer ausgestellt sein und auch in den digitalen und analogen Medien erscheinen. Jeder Förderer kann dabei selbst festlegen, welche Quadrate er finanzieren möchte.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Gemeinschaftsriege unter: www.wtg-heckengäu.de oder per Telefon unter: 0 71 59 - 4 20 07 75.

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