Mount Everest in Nepal, der höchste Gipfel der Welt. Foto: dpa/Zhang Rufeng

Auch die diesjährige Mount Everest-Hauptsaison hat bereits Opfer gefordert. Nun werden ein Brite und ein Nepalese auf dem höchsten Gipfel der Welt vermisst.

Auf dem Mount Everest werden ein britischer Bergsteiger (40) und sein nepalesischer Bergführer (23) vermisst. Sie seien beim Abstieg von dem 8849 Meter hohen Berg in eine Klippe gefallen, teilte die nepalesische Tourismusbehörde am Mittwoch mit. Warum dies genau passierte, war unklar, hieß es. Die beiden Männer seien Teil einer größeren Expeditionsgruppe gewesen. 

Die diesjährige Everest-Hauptsaison hat bereits weitere Opfer gefordert: Erst am Tag davor berichteten örtliche Behörden vom Fund der Leiche eines rumänischen Bergsteigers (48) beim dritten Höhenlager des riesigen Bergs. Und vergangene Woche wurden die toten Körper von zwei mongolischen Bergsteigern (53 und 31) auf dem Mount Everest entdeckt.

Wer zum ersten Mal den Mount Everest in der Hauptsaison im Frühling besteigen will, hat heutzutage doppelt so hohe Erfolgschancen wie noch vor etwa 20 Jahren. Gleichzeitig blieb die Sterberate nahezu unverändert, wie US-Forscher im Fachjournal „PLOS One“ berichteten. Wie aus den Daten des Expeditionsarchivs „Himalayan Database“ hervorgeht, schaffte es zwischen 1990 und 2005 knapp ein Drittel der Bergsteiger in der Hauptsaison beim ersten Versuch auf den höchsten Gipfel der Welt. Zwischen 2006 und 2019 waren es dagegen etwa zwei Drittel. Die Todesrate blieb in beiden Zeitperioden ähnlich und lag um etwa ein Prozent.