Das Spiel musste unterbrochen werden. Foto: IMAGO/TT/IMAGO/Johan Nilsson/TT

Union Berlin hat sein Auswärtsspiel in der Europa League beim schwedischen Verein Malmö FF mit 1:0 gewonnen. Die Partie wurde jedoch von Fan-Ausschreitungen überschattet.

 Das Europa-League-Spiel des 1. FC Union Berlin bei Malmö FF ist von Fan-Ausschreitungen überschattet worden. Nach rund 55 Minuten explodierte vor dem Block der Gäste-Fans der Lautstärke zufolge ein schwerer Feuerwerkskörper. Trainer Urs Fischer verfolgte das Geschehen am 3. Spieltag der Europa League mit sichtlichem Unverständnis. 

Von wem die Böller und Pyros gezündet wurden, war zunächst unklar. Fernsehbilder zeigten auch, wie Sicherheitskräfte Fans aus anderen Bereichen aus dem Stadion brachten.

Schiedsrichter Halil Umut Meler aus der Türkei schickte beide Mannschaften in die Kabine. Zu dem Zeitpunkt stand es 0:0. Erst nach rund 25 Minuten kamen die beiden Teams wieder zurück auf den Rasen. Per Durchsage wurde klargestellt, dass beim nächsten Vorfall die Partie sofort abgebrochen würde. Die Gäste aus Berlin spielten nach einer Roten Karte in der 45. Minute gegen Andras Schäfer in Unterzahl. 

Vor dem Block der Gäste-Fans, in deren Reihen einige Sturmmasken trugen, postierten sich Sicherheitskräfte. Seitlich zu den Anhängern der Heimmannschaft reihte sich Polizei auf.  Etwas mehr als 1000 Union-Fans sollen nach Malmö gereist sein.  Am Ende gewannen die Unioner die Partie knapp mit 1:0 (0:0). Das Siegtor erzielte Sheraldo Becker in der 68. Minute.