Götter-Polonaise mit Zyniker: V. l. Matthias Klink als Loge, Rachael Wilson als Fricka, Moritz Kallenberg als Froh, Pawel Konik als Donner und Goran Juric als Wotan. Foto: Staatsoper/Matthias Baus

Zum Auftakt des neuen Stuttgarter „Rings des Nibelungen“ hat Stephan Kimmig an der Staatsoper Stuttgart „Das Rheingold“ inszeniert. Für die Klasse des spannenden, bilderreichen und hochpolitischen Abends sorgen auch die Sänger und das Staatsorchester unter Cornelius Meister.

Stuttgart - Sie ist die einzige Sängerin ohne Kostüm, sie kommt mit dem Fahrrad auf die Bühne, und sie dürfte eine der jüngsten Urmütter sein, die je in Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ weise Worte über die Welt geäußert haben. „Alles, was ist, endet“: Diese prophetischen und heute wieder besonders zeitgemäß wirkenden Worte singt am Sonntagabend die Altistin Stine Marie Fischer. „Wie alles war, weiß ich; wie alles wird, wie alles sein wird, seh’ ich auch“: Diesen Text hat Wagner der Figur der Erda ebenfalls in den Mund gelegt, und so wie Fischer seine „Ur-Wala“ jetzt gibt, so unprätentiös, so natürlich und gleichzeitig mit so großem Nachdruck, denkt man, o ja, sie könnte tatsächlich Greta Thunberg sein, deren Ideen die pubertierenden Rheintöchter als Klimaaktivistinnen unterstützen.

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