Das Schauwerk Sindelfingen widmet dem Briten Antony Gromley eine Einzelausstellung. Foto: Gromley/Stephen White, London

Das Schauwerk Sindelfingen zeigt ab Sonntag, 13. Juni, eine umfangreiche Einzelausstellung des Bildhauers Antony Gormley (geboren 1950 in London). Der Brite gilt als einer wichtigsten Künstler der Gegenwart.

Sindelfingen - Das Schauwerk Sindelfingen zeigt ab Sonntag, 13. Juni, eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley (geboren 1950 in London). Der mit dem Turner Prize und dem Praemium Imperiale ausgezeichnete Brite zählt laut Schauwerk zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 30 Werken aus der Sammlung Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren – ist es nach Angaben des Sindelfinger Museums „die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen war“.

Zentrales Thema von Gormleys Schaffen ist der Mensch und seine Beziehung zum Raum. Ausgehend von seinem eigenen Körper, den er als Material, Werkzeug und Motiv nutzt, zeigt er Figuren in unterschiedlichen Zuständen: Enthüllung, Isolation, Herausschälen und Wachstum sind in der Ausstellung zu finden. Frühe Skulpturen, wie die Bodenarbeit „Flat Tree“ (1978) und „One Apple“(1982), zeigen Gormleys Interesse an Zeit und ihrer Darstellung.

Einige Werke sind umschlossen, andere offener und durchlässiger. Die fortwährende Infragestellung, wo ein Körper beginnt und wo er endet, wird in Skulpturen erkundet, die sich von der Leere zur Masse entwickeln, von der Linie zur Fläche, von der geradlinigen zur organischen Form und Struktur: von der fast gewichtslosen linearen „Zeichnung im Raum“ bei „Flare II“ (2008) über die dichte Masse von „Cumulate (Breathe II)“ (2018) bis zur raumgroßen abgeschlossenen Dunkelheit von „Hold“ (2016).

Drei großformatige architektonische Werke – „Room“ (1980), „Hold“ (2016) und „Murmur“ (2014) – stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und vermitteln zwischen dem individuellen Raum des Körpers und dem kollektiven Raum.

Nach der pandemiebedingten Verschiebung des Projekts im letzten Jahr, äußert sich der Künstler nun begeistert über die Umsetzung ab Juni 2021: „Es freut mich, diese Ausstellung in den einzigartigen ehemaligen Industriehallen des Schauwerk Sindelfingen zu machen. Die Räume sind großzügig, offen und mit einem natürlichen Licht von oben erfüllt.“

Die Eröffnung findet am Sonntag, 13. Juni, um 11.30 Uhr statt. Ein Zeitfenster für den Besuch kann unter www.schauwerk-sindelfingen.de auf der Museums-Homepage gebucht werden.

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