Das neue Ärztehaus für bis zu fünf Praxen ist beschlossene Sache. Schon dieses Jahr soll der Baustart erfolgen. Der Bürgermeister erklärt, warum das Projekt für den Ort so wichtig ist.
Wenn es nach dem Bauherren, dem Arzt Genc Kelmendi geht, dann rücken noch in diesem Jahr die Bagger an der Tübinger Straße, Ecke Dornröschenweg, an. Im Wege steht dem nichts, denn der Steinenbronner Gemeinderat hat seinem Vorhaben, ein barrierefreies Ärztehaus zu errichten, mit nur einer Gegenstimme zugestimmt.
Genc Kelmendi plant ein viergeschossiges Gebäude, in dem bis zu fünf Arztpraxen aus verschiedenen Fachrichtungen unterkommen sollen, sowie Wohnungen im obersten Geschoss. Kelmendi selbst ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie und praktiziert derzeit noch in den Räumen der Praxis Scheifele, die er seinerzeit übernahm. Doch diese platzt aus allen Nähten und ist nicht barrierefrei.
Der Bürgermeister Ronny Habakuk ist froh, dass die ärztliche Versorgung in Steinenbronn bald erheblich verbessert wird und spricht von einem Meilenstein für den Ort. „Wir hoffen, dass das Vorhaben bald umgesetzt wird. Der Bedarf ist enorm hoch“, sagte Habakuk gegenüber unserer Zeitung. Das Ärztehaus sei ein Weg, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, zu dem er Steinenbronn zählt, sicherzustellen.
Vor allem die Tatsache, dass alle Praxen barrierefrei zugänglich sein sollen, erfreut den Bürgermeister, da Stand jetzt keine einzige Hausarztpraxis im Ort diesen Standard erfülle. „Das belastet unsere Hausärzte, die verstärkt Hausbesuche machen müssen“, sagte Habakuk. Wann genau der Baustart erfolgen könne, hänge davon ab, wann das Baugesuch gestellt und genehmigt werde.