Am Mittwochnachmittag fand der Spatenstich für das neue Altdorfer Samariterstift statt. Für den Bau des Pflegeheims auf den Seewiesen mit 43 Pflegeplätzen sind nach jetzigem Stand rund 11,5 Millionen Euro veranschlagt.
Altdorf - Herrlich schien die goldene Oktobersonne am Himmel, und groß war das Interesse am Spatenstich zum neuen Altdorfer Samariterstift in den Seewiesen am Mittwochnachmittag. Besser hätten die Vorzeichen kaum sein können zum offiziellen Beginn der Arbeiten für das neue Pflegeheim, das von der Samariterstiftung errichtet und betrieben wird. Und gleichzeitig das erste am Ort ist. „Wir bauen kein Gebäude, sondern einen Lebensort“, unterstrich Samariterstiftungs-Vorstandsvorsitzender Frank Wößner den festen Willen, mit der Einrichtung Teil der Gemeinde Altdorf zu werden. „Unsere gemeinsame Aufgabe beginnt, wenn wir gebaut haben.“
Überzeugendes Konzept
Bürgermeister Erwin Heller skizzierte in aller Kürze den Weg zur ersten Altdorfer Seniorenpflegeeinrichtung „mit Blick ins Grüne und doch nah an der Ortsmitte“. Vor fünf Jahren habe man sich im Gemeinderat zum ersten Mal mit dem Neubau eines Pflegeheims befasst, 2018 fiel die Entscheidung für den Standort in den Seewiesen und den Betreiber Samariterstiftung. „Ihr Konzept hat uns überzeugt“, dankte der Schultes Wößner und vor allem seinen Mitarbeitern für die von Beginn an gute Zusammenarbeit.
Am 25. August schließlich wurde das Baugesuch für das knapp 4000 Quadratmeter messende Grundstück vom Landratsamt Böblingen genehmigt. Auf drei Ebenen sollen in Altdorf 43 Pflegeplätze, eine Tagespflege, neun Wohnungen und ein 70 Quadratmeter messender Multifunktionsraum als Begegnungsstätte für Veranstaltungen entstehen, an der sich auch die Gemeinde Altdorf finanziell mit 150 000 Euro finanziell beteiligt.
Bedingt durch die zur Würm hin abfallenden topografische Lage, wird der moderne Bau an der Mühlstraße nur zweigeschossig sein und damit sogar niedriger als das eine oder andere gegenüberliegende Privathaus. Damit fügt sich das Heim auch dank seiner Holzfassade sehr gut in die Umgebung ein.
Bauzeit gut eineinhalb Jahre
Das Raumprogramm des von dem Architekten Norbert Goerlich entworfenen Gebäudes sieht im nach Norden ausgerichteten Gartengeschoss – zur Würm hin, aber trotzdem sicher über dem höchsten Würm-Wasser – neun seniorengerechte Wohnungen vor, die bei Bedarf aber auch an Mitarbeiter vermietet werden können. Im Erdgeschoss befinden sich eine Demenzgruppe mit Demenzgarten, die Tagespflege mit 15 Plätzen und die Begegnungsstätte.
Die weiteren Räume sowie alle anderen Einzelzimmer sind im Obergeschoss untergebracht. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt gut eineinhalb Jahre – ursprünglich war geplant, dass das Pflegeheim im Herbst 2022 den Betrieb aufnehmen könnte. Nach aktuellem Stand sind rund 11,5 Millionen Euro Baukosten veranschlagt.