Die Museumsleiterin Susanne Opfermann muss die neuen Ausstellungsstücke nun erst einmal einordnen. Foto: Werner Kuhnle

Das für die RAF-Prozesse errichtete Gebäude der Haftanstalt in Stuttgart wird abgerissen. Das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg hat daraus einige Exponate für die Nachwelt gesichert.

Für die Stuttgarter ist Stammheim vor allem ein Stadtteil. Die meisten Auswärtigen verbinden mit diesem Wort dagegen den Knast, in dem in den 1970er-Jahren die RAF-Führungsclique einsaß – und wo Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Co. in einem eigens errichteten Hochsicherheitstrakt der Prozess gemacht wurde. Eben jenes Gerichtsgebäude, in dem später auch gegen islamische Terroristen oder Rockerbanden verhandelt wurde, atmet also eine Menge Geschichte. Oder besser gesagte: atmete. Denn nun wird es abgerissen. Teile des Interieurs wandern aber nicht schnurstracks auf die Müllhalde, sondern werden für die Nachwelt gesichert und sollen unter anderem im Ludwigsburger Strafvollzugsmuseum ausgestellt werden.

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