Gäufeldener Jugend holt den Feuerwehr-Pokal

Kreisweites Fest der Floriansjünger in Merklingen

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    Gar keine leichte Übung: Wasserangeln aus der Würm mit Feuerwehrhelmen Foto: red

Artikel vom 16. Juni 2019 - 16:42

MERKLINGEN/KREIS BÖBLINGEN (red). Zu einer Art Spiele ohne Grenzen lud die Merklinger Feuerwehrabteilung am Samstag alle Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis ein. Denn die Abteilung Merklingen aus Weil der Stadt feierte ihr 150-jähriges Bestehen.

Beim traditionellen Jugendfeuerwehr-Pokalwettbewerb hatten dieses mal die Gäufeldener Nachwuchs-Recken die Nase vorn, nach 26 Stationen standen sie als Gewinner fest und ließen die Seriensieger aus Renningen hinter sich. Die Teams aus Leonberg und Waldenbuch standen als Zweit- und Drittplatzierte ebenfalls auf dem Treppchen.

Kleine Gruppen Mädchen und Jungs in blau-orangefarbenen Uniformen bestimmten am Samstag das Bild auf den Straßen, Wegen und Plätzen im Landschafts- und Gewerbegebiet Ried in Weil der Stadt Merklingen: Überall waren Stationen aufgebaut, die das handwerkliche Geschick der Nachwuchsretter forderten, beispielsweise beim Eindrehen und Einschlagen verschiedener Nägel und Schrauben. Auch die körperliche Fitness der Jugendlichen - etwa beim Big-Pack-Sackhüpfen -, ihre Kreativität sowie das Feuerwehrwissen waren bei den Montagsmalern gefordert.

Die Gruppen mit jeweils sechs Jugendlichen meisterten auch schwere Aufgaben. So mussten an einer Station Gegenstände in einer Box anhand des Geräuschs beim Schütteln der Box zugeordnet werden. Schnelligkeit war beim Schöpfen von Wasser aus der Würm mit den Jugendfeuerwehrhelmen an der Feuerwehrleine gefragt, galt es doch in der vorgegebenen Zeit möglichst viel Wasser in den Helmen heraufzuholen. Koordination und Kommunikation waren beim Team Ski-Langlauf gefragt, Hier ging es darum, zu dritt auf zwei Spezial-Skiern eine Strecke in kurzer Zeit zu bewältigen.

Ausgedacht und ausprobiert hatten die Spiele die Weil der Städter Jugendfeuerwehr-Angehörigen und ihre Betreuer um Jugendfeuerwehrwart Benjamin Widmann. Daher nahm aus Weil der Stadt kein Team teil. Sie halfen aber genauso wie die Aktiven beim Auf- und Abbau und der Durchführung der Veranstaltung.

Der Grafenauer Bürgermeister Martin Thüringer zeigte sich nach einem Rundgang über das Gelände fasziniert, wie engagiert und motiviert die Jugendlichen bei der Sache waren. Dieses Engagement lohnte sich in diesem Jahr besonders. Denn bei der Siegerehrung überreichten der Kreisjugendfeuerwehrwart Gianluca Biela zusammen mit seinem Stellvertreter Florian Oerthle und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Markus Priesching jedem Team eine Urkunde. Zusätzlich konnten sich die Teams auf den ersten drei Plätzen über einen Sachpreis freuen.

Der Wanderpokal für den ersten Platz wurde durch die Jugendfeuerwehr Renningen gestaltet, nachdem sie den bisherigen dreimal hintereinander nach Renningen holten und diesen daher behalten durften.