Schönbuchtum: Rund 300 000 Besucher im ersten Jahr

Der Aussichtsturm auf dem Herrenberger Stellberg erweist sich als Publikumsmagnet

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Vor wenigen Tagen jährte sich der große Tag auf dem Stellberg bei Herrenberg, am Rand des Naturparks Schönbuch: Am 9. Juni 2018 wurde der Schönbuchturm eingeweiht. Der Turm sei aus dem Landkreis "überhaupt nicht mehr wegzudenken." Die Bilanz nach einem Jahr fällt "großartig" aus, so der Böblinger Landrat Roland Bernhard.

Artikel vom 16. Juni 2019 - 20:00

HERRENBERG/KREIS BÖBLINGEN (red). Die Menschen seien stolz auf "ihren Turm" und die Freude über ihn vielfach spürbar, äußerst sich der Landrat euphorisch: "Als neues Wahrzeichen für die Region wurde er bezeichnet, und dazu ist er auch geworden."

Ein Besucherzählwerk ist zwar nicht angebracht, aber geschätzt besuchen im Mittel jeden Monat rund 25 000 Menschen den freizeittouristischen Anziehungspunkt. Das macht nach einem Jahr eine stolze Zahl von rund 300 000 Turmbesuchern.

"Die Zahl hat unsere Erwartungen weit übertroffen", freut sich Landrat Bernhard. "Vor allem ist erfreulich, dass diese äußerst positive Besucherentwicklung über die Anfangsbegeisterung hinweg anhält."

Insgesamt 35 Meter ist das architektonisch anspruchsvolle Bauwerk aus Stahl und Holz hoch, gebaut nach einem studentischen Wettbewerbsentwurf und Plänen des Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Partner. Von drei Aussichtsplattformen auf 10, 20 und 30 Metern Höhe öffnet sich ein Rundumblick. Was die Barrierefreiheit angeht, so wird aktuell geprüft, ob an der Zuwegung Optimierungen möglich und finanzierbar sind, teilt das Landratsamt mit.

Noch laufen keine Unterhaltungskosten auf

Bauherr des Schönbuchturms ist der Förderverein Aussichtsturm im Naturpark Schönbuch. An der Finanzierung des 1,46 Millionen teuren Projekts haben sich der Verband Region Stuttgart, der Landkreis Böblingen und die Stadt Herrenberg beteiligt. Im Wesentlichen lief die Finanzierung jedoch über größere Einzelspenden oder auch den Verkauf der insgesamt 348 Stufen; aktuell sind noch fünf Stufen übrig.

Die jährlichen Unterhaltungskosten liegen bei vergleichbaren Projekten bei etwa einem Prozent der Baukosten. Das wären im Fall des Schönbuchturms also rund 15 000 Euro jährlich. "Aktuell fallen diese Kosten noch nicht an", so Bernhard, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist. "Wir bilden jedoch Rücklagen, um für künftige Unterhaltsaufwendungen gewappnet zu sein.

Tatsächlich habe der Besuchermagnet positive Auswirkungen auf die Stadt Herrenberg, den Naturpark Schönbuch, den Landkreis Böblingen und die ganze Region, teilt das Landratsamt mit. "Selbstverständlich können wir das nicht mit konkreten Zahlen belegen, aber die Wertschöpfung, die durch Tagestouristen entsteht, liegt laut einschlägigen Tourismusstatistiken bei rund 30 Euro pro Person und Tag", erklärt der Landrat.

Der Schönbuchturm ist immer wieder auch Schauplatz von Führungen, Konzerten oder Lesungen. Bsisher fanden all diese Aktionen großen Zuspruch. Ende des Monats wird ein dreitägiges Bildhauersymposium am Fuß des Turms stattfinden, weitere Termine sind der eigenen Homepage des Schönbuchturms (http://www.schönbuchturm.de) zu entnehmen.

Für Besucher ist der Turm immer ab Sonnenaufgang und bis Einbruch der Dunkelheit frei zugänglich.

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