B 464: Fahrbahnen sollen besser getrennt werden

Nach einer Serie von schweren Unfällen haben die Verkehrsbehörden ein Überholverbot für den unfallträchtigen Abschnitt der B 464 beschlossen

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    Soll Raser bremsen: Enforcement Trailer Foto: red

Artikel vom 23. Januar 2020 - 17:12

BÖBLINGEN (red). Nach einer Reihe schwerer Unfälle auf der B 464 zwischen Böblingen und Renningen im vergangenen Jahr, haben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter beteiligter Behörden ein Gespräch im Landratsamt Böblingen geführt. Auf Initiative von Landrat Roland Bernhard trafen sich am Dienstag der Böblinger Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz, Abteilungspräsident Stefan Heß vom Regierungspräsidium Stuttgart, der Ludwigsburger Polizeipräsident Burkhard Metzger und die Sindelfinger Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens.

Die Teilnehmer einigten sich auf ein Überholverbot mittels Fahrbahnmarkierung in Kombination mit einem Profil, das beim Befahren ein Geräusch als akustisches Warnsignal erzeugt. Geprüft werden soll, ob diese Mitteltrennung in Teilabschnitten auch mit doppelter Linienführung mit oder ohne umklappbare Leitschwellen ergänzt werden kann.

Eine bauliche Mitteltrennung der Fahrstreifen, zum Beispiel durch Betonmittelleitwände, wie sie in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich. Hintergrund ist, dass dadurch im Falle eines Unfalls kein Durchkommen für Rettungskräfte mehr möglich wäre. Als kurzfristige Maßnahme hat das Landratsamt bereits vier Warntafeln am Straßenrand aufgestellt und wird einen teilstationären Blitzer zur Tempokontrolle aufstellen.

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