Kuschelbären-Nachschub für Rotes Kreuz

Plüschtiere helfen betroffenen Kindern bei Unfällen oder Schicksalsschlägen - Kreissparkasse Böblingen spendet 3000 Euro

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    Bei der Spendenübergabe für den Bären-Nachschub des Deutschen Roten Kreuzes (von links): DRK-Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs, KSK-Vorstandsvorsitzender Detlef Schmidt, DRK-Präsident Michael Steindorfner und KSK-Unternehmenskundenberater Wolfgang Heim Foto: red

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat bei Einsätzen seine Kuschelbären dabei. Sie kommen insbesondere Kindern zugute, die von Unfällen oder Schicksalsschlägen betroffen sind. Zuletzt hat die Kreissparkasse dem DRK 3000 Euro gespendet. Von dem Geld sollen weitere Plüschtiere angeschafft werden.

Artikel vom 03. Januar 2020 - 10:12

KREIS BÖBLINGEN. "Es ist hilfreich, etwas zu haben, an dem man sich festhalten kann", sagte Michael Steindorfner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, bei der Spendenübergabe. Deshalb seien seit Jahren in jedem DRK-Rettungswagen, in dem Kinder nach Unfällen aller Art ins Krankenhaus gefahren werden, die Kuschelbären mit an Bord. Gleiches treffe für den Notfall-Nachsorge-Dienst des DRK-Kreisverbandes Böblingen zu. "Wenn es gilt, eine schmerzhafte Nachricht an Familien mit Kindern zu überbringen, gehören auch die Kuschelbären dazu", betonte Steindorfner. Und DRK-Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs ergänzte: "Für kleine Kinder sind diese Bären Trostspender in Notlagen. Diese Erfahrung machen unsere Rettungskräfte ständig."

Dazu wussten die DRK-Verantwortlichen auch eine Anekdote zu erzählen: Ein achtjähriger Junge sei vor einiger Zeit nach einem häuslichen Unfall vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren worden. Allerdings erhielt der Achtjährige, wie ansonsten üblich, auf der Fahrt keinen trostspendenden Kuschelbär. Denn unmittelbar zuvor sei der Rettungswagen ebenfalls für einen kleinen Patienten im Einsatz gewesen. Dieser habe dabei den letzten Kuschelbär bekommen, der an Bord war. Auf der Rückfahrt sei der Rettungswagen dann unmittelbar zu dem verunglückten Kind gerufen worden, der deshalb zunächst leer ausging.

Die Mutter wandte sich wenig später in einer netten Mail an den Kommunikationschef des DRK-Kreisverbandes Böblingen. Dieser erklärte die Situation, schloss sich mit den Kollegen vom Rettungsdienst kurz und lud den Achtjährigen mit seiner sechsjährigen Schwester in Begleitung der Mutter in die DRK-Rettungswache auf dem Flugfeld ein. "Im Rahmen des Besuchs bekam Junge dann doch noch seinen heiß geliebten Kuschelbär - seine kleine Schwester natürlich auch", erläuterte Fuchs schmunzelnd.

Der KSK-Vorstandsvorsitzende Detlef Schmidt freute sich, dass die Spende seines Hauses offenbar auf fruchtbaren Boden fällt und kleinen Patienten Freude in schwierigen Situationen hilft.

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