Der nächste Frontalcrash ist nur eine Frage der Zeit

Leserbrief vom 12. Dezember 2019 - 16:30

Zu den tödlichen Unfällen auf der B 464

Das ganze Desaster auf der B 464 mit den vielen Unfällen und Toten hätte man vermeiden können, hätte man nicht in den achtziger Jahren die bereits vollkommen durchgeplante Autobahn von Leonberg nach Gärtringen aufgrund des Gejammeres und der Einsprüche der angrenzenden Gemeinden und Bürger wieder eingestampft. Mit dem späteren Bau der B464 von Renningen nach Böblingen war klar, dass hier eine Querspange für den Ausweichverkehr des überlasteten Stuttgarter Kreuzes entsteht, die auch hauptsächlich vom Schwerverkehr von und in Richtung Bodensee genutzt wird.

Um das Gesicht zu wahren und dies nicht als Ersatzautobahn gelten zu lassen, hat man auch hier wieder allen möglichen Einsprüchen von Bürgern und besorgten Umweltschützern nachgegeben und diese Straße ganz bewusst unterdimensioniert und eng (ohne Seitenstreifen und Parkbuchten) gebaut. Klar denkende Leute haben auch nie verstanden, dass es von der Hulb nach Holzgerlingen erst mal einspurig bergauf geht (ohne Überholmöglichkeit von Lastwagen und damit nun abends immer Stau), während man von oben aus Holzgerlingen, bei Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 100, laufend von Autos überholt wird, die mit dann vor der Autobahn mit 120 bis 130 an einem vorbeibrettern. Hier ist der nächste Frontalcrash nur eine Frage der Zeit. Geschwindigkeitskontrollen: Fehlanzeige! Jetzt, nachdem das Kind in der Brunnen gefallen ist, ist das Gezeter groß und man versucht mit vermutlich viel Geld, das zu reparieren, was damals versäumt wurde.

Manfred Michalik, Böblingen