Theater-AG der Eichendorffschule verzückt Publikum

  • img
    Die Wilden Hühner stürmen die Theaterbühne: 13 Kinder der Eichendorffschule schlüpften in die Charaktere von Buchautorin Cornelia Funke Fotos: Eberhard Loos

80 Stunden Arbeit haben sich gelohnt: Die Theater-AG der Böblinger Eichendorffschule präsentierte ein Stück, das auf Cornelia Funkes Kinderroman "Die wilden Hühner" basierte.

Artikel vom 19. Juni 2019 - 15:18

BÖBLINGEN (red). Eine Feder um den Hals. Das ist das Erkennungszeichen von Sprotte, Melanie, Frieda und Trude, und sie finden das natürlich sehr viel cooler als die doofen Haarschleifen von Bellas Mädchenbande, den "Glamourgirls".

Rivalität und Freundschaft stehen im Mittelpunkt des mittlerweile 26 Jahre alten Kinderromans "Die wilden Hühner" von Cornelia Funke.

Die Kinder der Klassen drei und vier der Böblinger Eichendorffschule haben daraus ein Theaterstück entwickelt und vor einem begeisterten Eltern-, Lehrer und Schülerpublikum viermal aufgeführt. Nach dem "Zauberlehrling in der Schule", sehr frei nach Goethe, und den beiden Erich-Kästner-Stücken "Emil und die Detektive" sowie "Pünktchen und Anton" war es bereits die vierte Inszenierung unter der Regie von Anja Loos.

"Wie in den Stücken zuvor ging es für die Schüler nicht nur um den Spaß, in die Rolle eines anderen zu schlüpfen", erklärt die AG-Leiterin ihren pädagogischen Ansatz, "diesmal haben wir uns gefragt, was echte Freundschaft ausmacht. Das arbeiten wir in dem Stück anhand der Geschehnisse nach und nach heraus."

Nachdenkereien nennen es die Erzählkinder, welche die einzelnen Szenen miteinander verbinden. Dazu stecken sie kleine Tafeln an die Pinnwand mit Erklärungen wie "Miteinander lachen", "Sich gegenseitig helfen", "Zueinander stehen" oder "Über seinen Schatten springen".

Das Stück selbst dreht sich um verschwundene Hühner, größere und kleinere Streitereien und um das Geheimnis eines schwarzen Schlüssels. Inmitten einer wilden Jagd merken die Kinder, dass sie einmal beste Freundinnen waren und durch die Mädchenbanden jetzt voneinander getrennt sind. Zum glücklichen Ende finden sie wieder zusammen und feiern eine tolle Party.

"Heute können sie alle stolz auf sich sein!"

"Die 80 Stunden, in denen wir Szenen erarbeitet, geprobt und auch mal umgeschrieben haben, haben sich wirklich gelohnt", resümiert Anja Loos. Wie die Kinder in der Theater-AG von den ersten Versuchen bis hin zu den Aufführungen ihre Persönlichkeit weiterentwickeln, sei für sie wunderbar anzusehen gewesen. "Heute können sie alle stolz auf sich sein!"

Verwandte Artikel