Lernen außerhalb des alltäglichen Schulunterrichts

Schüler-Ingenieur-Akademie und Erasmus-Gruppe "Back to Nature" am Goldberg-Gymnasium Sindelfingen stellen ihre Arbeit vor

Artikel vom 17. September 2019 - 15:00

SINDELFINGEN (red). Schülerinnen und Schüler des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen (GGS), die an der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) beziehungsweise am Erasmus-Projekt "Back to Nature" teilgenommen haben, präsentierten ihre Arbeit. Die SIA-Schüler haben sich ein Jahr lang mit dem Berufsbild des Ingenieurs auseinandergesetzt und durch Betriebsbesichtigungen, Vorlesungen und praktisches Arbeiten ihr Wissen in diesem Bereich erweitert. Sie Erasmus-Schüler berichteten vom ersten gemeinsamen Projekttreffen in Dronfield.

Berufs- und Begabtenförderung ist für das GGS ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags. Dazu zählen auch die beiden Schüler-Ingenieur-Akademien der Klassenstufe 10 und 11. Die zwölfköpfige Gruppe der Klassenstufe 10 traf sich über das vergangene Schuljahr hinweg jeden Freitagmittag zum gemeinsamen Lernen. Am Ende steht jedes Jahr die Abschlusspräsentation an, bei der die Schüler auf die vergangenen Monate zurückblicken.

Die Schüler der Klassenstufe 10 unter Leitung von Christian Geroschus und Max Gärtner zeigten den Weg von der Planung und Konstruktion des Gehäuses einer Binär-Uhr bis hin zum fertigen Produkt auf. Dabei blickten sie auf die Veranstaltungen des vergangenen Schuljahres zurück: Team- und Präsentationstraining, Vorlesungen an der Dualen Hochschule sowie Besuche bei Daimler, Siemens (inklusiv Fertigstellung der Binär-Uhr), Ensinger (Erstellung der Gehäuse), Trumpf und Eisenmann. "Dabei bekamen die Schüler einen für ihre Zukunft wertvollen Einblick in ingenieurwissenschaftliches Arbeiten", heißt es in einer Pressemitteilung des GGS.

"Back to Nature" ist ein vielseitiges und fächerübergreifendes Erasmus+-Projekt (Naturwissenschaften, Technik, Kunst und Gesellschaftswissenschaften), dass bei Schülern und Lehrkräften wieder ein Gefühl und eine Wertschätzung für die natürliche Umgebung, für die Endlichkeit der Ressourcen der Natur und die Bedeutsamkeit für die Technik bewusst werden lässt. Dies führt zu einem Bewusstsein für nachhaltige Prozesse, Kreativität im MINT-Bereich und international übergreifenden Ideen. Die fünf teilnehmenden Schülerinnen des GGS erfuhren gemeinsam mit den Lehrern Christian Geroschus und Nicole Püpcke beim ersten Projekttreffen im März, wie die Bienenfarm "MediBee" antibakteriellen Honig herstellt, ehemalige Firmengelände in Naturschutzgebiete umgewandelt wurden. Und sie erlebten bei einer Wanderung durch den Peak District die Natur hautnah. Bei Präsentationen und Workshops der Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen aus Dronfield (Großbritannien), Malaga (Spanien), Barcelona (Spanien) und Kourou (Französisch-Guayana) lernten alle gemeinsam einiges über Plastik in den Meeren, die Wiederaufforstung des Amazonas-Regenwaldes, Bionik, Naturmalerei und andere Themen. Untergebracht waren alle Schüler bei Gastfamilien. So konnten sie ihre englischen Sprachkenntnisse verbessern.

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