Mannheimer Kunsthallenchef will ausgewogeneres Programm

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    Johan Holten, neuer Direktor der Kunsthalle Mannheim, steht im Atrium der Kunsthalle vor Gemälden. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Artikel vom 22. Januar 2020 - 14:47

Mannheim (dpa/lsw) - Der neue Chef der Mannheimer Kunsthalle, Johan Holten, will das Jahresprogramm nicht mehr auf ein Ausstellungs-Highlight samt Begleitprogramm konzentrieren. Er strebe über das ganze Jahr ein hochattraktives Angebot mit etlichen Schwerpunkten an, sagte Holten am Mittwoch in Mannheim. Das vergangene Jahr hatte noch unter seiner Vorgängerin Ulrike Lorenz im Zeichen der populären Schau «Inspiration Matisse» gestanden. Nach dem Blick von außen auf den 2018 fertiggestellten Museumsneubau schaue er nach innen auf die Inhalte. Nicht umsonst hat der ehemalige Profi-Balletttänzer seine erste Ausstellung in dem Haus am Wasserturm «Umbruch» genannt. Sie ist vom 15. Mai bis 6. September zu sehen und besteht aus mehreren Teilen: Arbeiten dreier Installationskünstlerinnen mit ausländischen Wurzeln sowie Werken von Hanna Nagel (1907 bis 1975), einer Vertreterin der Neuen Sachlichkeit aus dem Depot des Museums. Holten thematisiert auch die Rolle von Video und Performance für ein Museumspublikum. In Kürze startet eine Schau «Drucken ohne Farbe» (24. Januar bis 24. Mai) zu den Umbrüchen in der Grafik der Jahre 1950 und 1960. Damals wurden mit verschiedenen Drucktechniken wie Reliefdruck die Grenze zur Skulptur überschritten. Weitere Ausstellungen widmen sich dem Nachkriegskünstler Anselm Kiefer (2. Oktober 2020 bis 21. März 2021) sowie Zeichnungen der Mannheimerin Barbara Hindahl (26. Juni bis 18. Oktober).