Umzug: Was Sie beachten sollten

Die wichtigsten Tipps, was es bei einem Wohnortwechsel alles zu erledigen gibt

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    Was man beim Umzug nicht im Kopf hat, hat man in den Füßen. Daher gilt: Besser frühzeitig Checkliste anlegen. Foto: Blogads.de

Von Michael Meyer

Artikel vom 21. Juni 2019 - 13:20

Wer in eine neue Wohnung umziehen will, hat eine Menge zu erledigen. Damit der Umzug reibungslos und möglichst stressfrei abläuft, ist eine frühzeitige und gute Planung unverzichtbar.

Umzugsunternehmen oder Freunde - was ist besser?

Wie soll der Umzug erfolgen? Viele rekrutieren ihre Freunde und Bekannten, die als Umzugshelfer mit anpacken. Das ist zwar günstig und gesellig, erfordert aber auch viel Zeit und Vorbereitung. Zudem können bei Sachschäden versicherungstechnische Probleme auftreten. Stichwort: Gefälligkeitsschaden – geht etwa der teure Fernseher beim Tragen zu Bruch, muss meist der Besitzer den Schaden zahlen. Die Umzugshelfer haben einen sogenannten Gefälligkeitsdienst erbracht und sind daher in den meisten Fällen nicht haftbar.

Wer alternativ ein Umzugsunternehmen beauftragt, spart sich oft viel Zeit, Mühe und Stress. Vorab sollte man sich jedoch kostenlose, unverbindliche Angebote einholen. In dieser Phase wird noch kein Auftrag erteilt, sondern nach dem besten Preis-Leistungs-Angebot gesucht. Es ist jedoch wichtig, auf den Leistungsumfang zu achten: Sollen lediglich die Möbel transportiert werden oder ist ein kompletter Umzugsservice gewünscht? Hier ist das Packen der Kisten sowie der Ab- und Aufbau der Möbel enthalten. Im Regelfall sind Umzugsunternehmen auch bis zu einer bestimmten Höhe gegen Schäden am Umzugsgut versichert.

Die Frage, ob ein Umzug in Eigenregie oder mit einer Umzugsfirma besser ist, kann daher nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt oft auf die finanziellen Möglichkeiten, aber auch auf die Menge des Umzugsgutes, die Entfernung zum neuen Wohnort und die eigene Philosophie an.

Was gibt es bei einem Umzug zu planen und zu erledigen?

Um den Überblick über alle Aufgaben vor, während und nach einem Umzug zu behalten, verlassen sich viele Umziehende auf eine Checkliste. Entsprechende Vorlagen sind online erhältlich oder können ganz individuell selbst erstellt werden. Eine Umzugscheckliste könnte unter anderem beinhalten:

► Umzugskartons besorgen

Umzugskartons sind unverzichtbar. Dabei empfiehlt es sich, jeden fertig gepackten Karton mit dem Inhalt und dem Namen des Raums zu beschriften, für den die Kiste im neuen Heim vorgesehen ist. Ein Umzugsunternehmen organisiert neben Umzugshelfern auch das Verpackungsmaterial, den Transporter und Halteverbotszonen. Beim Umzug in Eigenregie müsste das alles selbst beantragt werden – meist ein erheblicher Aufwand.

► Sperrmüll beantragen und eventuell neue Möbel kaufen

Alte, aussortierte Haushaltsgegenstände und Möbel werden als Sperrmüll entsorgt. Hierfür ist es wichtig, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren. Neue Möbelstücke müssen ebenso mehrere Wochen vorher gekauft oder bestellt werden, da die Fertigung und Lieferung häufig mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nimmt. 

► Verschiedene Institutionen über den Umzug informieren

Zwei Monate vor dem Umzugstermin müssen der Arbeitgeber, die Krankenkasse, Versicherungen, Banken und weitere Dienstleister über den geplanten Umzug informiert werden. Des Weiteren ist es wichtig, sich um die Mitnahme oder den Wechsel des Telefon-, Internet- und Stromanbieters zu kümmern. Bei der Post sollte ein Nachsendeauftrag gestellt werden. 

► Übergabetermin mit dem Vermieter vereinbaren

Daneben ist es erforderlich, mit dem Vermieter rechtzeitig einen Übergabetermin für die alte Wohnung zu vereinbaren. Eventuell müssen – je nach den Vorgaben im Mietvertrag - noch Malerarbeiten oder Schönheitsreparaturen wie das Verspachteln von Löchern in den Wänden vorgenommen werden. 

► Einwohnermeldeamt, Kfz-Stelle, Pässe und Finanzamt

Nach dem Einzug darf nicht vergessen werden, sich beim zuständigen Einwohnermeldeamt vor Ort anzumelden (Frist beträgt 14 Tage) und neue Pässe zu beantragen. Auch für Kraftfahrzeuge besteht bei der Kfz-Zulassungsstelle die Pflicht zur Ummeldung. Spätestens mit der nächsten Steuererklärung sollte auch dem Finanzamt die neue Anschrift mitgeteilt werden. 

Zusammenfassung

Bei einem Umzug ist es immer wichtig, möglichst bald mit der Planung zu beginnen. Eine Checkliste kann helfen, die anstehenden Aufgaben rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Wer gut vorbereitet ist, kann dem Auszug und Umzug entspannt entgegensehen – ob mit oder ohne Umzugsunternehmen.