Weihnachtsgeschenke sicher online shoppen

Mit diesen Tipps dem alljährlichen Geschenke-Stress ganz beruhigt entgehen

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    Beim Online-Shopping lauern einige Fallstricke. Bild: Pexels/pixabay

Von Nicole Schreiner

Artikel vom 30. November 2018 - 18:34

Trotz eisiger Kälte sind die meisten Fußgängerzonen im Dezember überfüllt. Der Grund: Alle machen sich mit Kind und Kegel auf, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man sich in einem Einkaufszentrum überwältigt fühlt von den Menschenmassen, die hindurchströmen. Glücklicherweise leben wir im Zeitalter des Internets und es gibt für den Trubel eine einfache Lösung: Man verlagert den Einkauf einfach ins digitale Kaufhaus. Doch so simpel, wie man denkt, ist diese Lösung gar nicht. Denn auch hier lauern einige Gefahren, die den Einkauf schnell vermiesen können. Dieser Artikel erklärt, wie man auch im Weihnachtsgeschäft sicher durch die virtuellen Ladenstraßen schlendern kann.

Hohe Zeit für Cyberkriminalität

Auch Cyber-Langfingern ist durchaus bewusst, wie viel Handel in der Weihnachtszeit im Internet betrieben wird. Es ist die perfekte Gelegenheit für sie, Daten von Kunden abzugreifen und damit ihre Konten leerzuräumen – zum Beispiel mithilfe von Phishing-Mails, die von traumhaften Weihnachtsangeboten schwärmen. Manche Cyberkriminelle gehen allerdings noch einen Schritt weiter: Sie kreieren ganze Online-Shops für Fake-Händler, bei denen die Kunden Ware bestellen (und bezahlen!) können, die eigentlich überhaupt nicht existiert. Beliebt sind dabei Seiten, die sich geklauter Logos bedienen und über gefälschte Adressen verfügen, sodass der Kunde denkt, bei einem ganz normalen Online-Versand aus Deutschland zu bestellen. Auf folgende Details sollte man deshalb Acht geben:

Auf Zahlungsart achten

Betrüger verlangen oft eine Zahlung per Überweisung, da es in diesem Fall am schwierigsten für den Kunden ist, das Geld wiederzubekommen. Sicherer sind bewährte Zahldienste wie etwa PayPal, die von vielen Online-Händlern, aber auch von Online-Dienstleistern wie Netflix oder Online-Casinos verwendet werden. Überzeugen Sie sich davon selbst! Wer über eine Seite wie eBay einkauft, sollte Lunte riechen, wenn der Händler sich außerhalb der Seite auf einen Preis einigen oder eine Barzahlung vereinbaren will. Lieber Finger weg davon!

Verräterische Details

Unterschiede zwischen guten Fälschungen und echten Seiten erkennt man oft nicht auf einen Blick – man muss schon genauer hinschauen. Beispielsweise deuten ein „https“ in der Adressleiste ebenso wie ein kleines Vorhängeschloss-Symbol darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine sichere, verschlüsselte Verbindung handelt. Auch die Preise der Seite können ein Hinweis auf ihre Authentizität sein: Wer extrem niedrige Preise bieten kann, hat möglicherweise nicht wirklich etwas zu verkaufen und benutzt diese billige Masche, damit Käufer ihm auf den Leim gehen. Hierauf sollte man besonders achten, wenn man noch keine Erfahrungen mit einer Seite gemacht hat.

Online-Basics

Um sich beim Online-Einkauf zu schützen, gelten die gleichen Grundsätze wie für den allgemeinen Umgang mit dem Internet: Passwörter sollten vielfältig und komplex gewählt werden. Da man sie sich unmöglich alle merken kann, ist es durchaus legitim, sie auf einem Blatt Papier zu notieren und irgendwo in der Schublade zu verstauen – allerdings möglichst so, dass man als Dritter nicht sofort sieht, welches Passwort zu welchem Zugang gehört. Des Weiteren sollte man sich nach erfolgter Shoppingtour konsequent ausloggen – sonst ist es, als ließe man seine Wohnungstür offen und lege sich schlafen.

Wird man dennoch Opfer eines Scammers im Internet, gibt es Möglichkeiten, sich zu helfen – dennoch ist es besser, diesen Fall mithilfe der obigen Tipps tunlichst zu vermeiden.