Beliebte Stoffe: Materialien, die sich für DIY-Projekte eignen

Die Welt der Stoffe ist groß, aber welche Materialien eignen sich für DIY-Projekte?

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    Die Welt der Stoffe ist groß, aber welche Materialien eignen sich für DIY-Projekte? Foto: pixabay.com © Engin_Akyurt (CC0 Creative Commons)

Von unserer Mitarbeiterin Dana Packert

Artikel vom 07. Mai 2018 - 16:15

Do it yourself liegt im Trend. Nicht nur Möbel und Deko werden inzwischen gerne selbst und damit einhergehend individuell angefertigt, sondern auch Textilien. Ob Bekleidung, Bettwäsche, Decken, Kissen oder Kuscheltiere – es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich mit DIY-Projekten in der Freizeit zu verwirklichen. Das Wichtige hierbei ist die Stoff-Auswahl, denn nicht alle Materialien eignen sich gleichermaßen zum Anfertigen der DIY-Ideen. Darüber hinaus benötigen Interessierte das passende Equipment, um die Stoffe qualitativ miteinander zu verbinden.

Nähen, Schneidern und Stricken sorgen für eine kreative Freizeit

Wer Lust hat klassische Freizeitbeschäftigungen, wie Kartenspiele oder sportliche Betätigungen, mal gegen eine kreative Aktivität auszutauschen, der findet im Bereich des Nähens, Schneiderns und Strickens spannende Alternativen. Hinzu kommt, dass diese Alternativen auch noch individuelle und kreative Ergebnisse mitbringen. Ob ein neuer gestrickter Schal, ein selbst genähter Pullover oder ein hübscher Kissenbezug – der Kreativität sind heutzutage keine Grenzen gesetzt. Darüber hinaus fördern diese Freizeitbeschäftigungen die Hand-Augen-Koordination und sorgen beispielsweise dafür, dass man immer etwas schönes Selbstgemachtes zum Verschenken hat.

Welche Stoffe eigenen sich für DIY-Projekte?

Sowohl Nähanfänger als auch Profis legen besonders viel Wert auf die Auswahl der Stoffe für die DIY-Projekte. Gründe für qualitativ hochwertige Materialien gibt es genug, denn das Endergebnis soll nicht nur optisch überzeugend sein, sondern auch dauerhaft gefallen. Schlechte Stoffqualität führt dazu, dass beispielsweise selbstgemachte Kleidung schnell zerreißt und kaputtgeht oder DIY-Kissenbezüge verschmutzen. Aus diesem Grund ist es ratsam, folgende Stoffe zu verwenden:

  • Jersey: Hierbei handelt es sich um eine weiche und häufig auch elastische Stoffart. In der Regel wird Jersey aus dünnem Garn gefertigt und kommt in ganz verschiedenen Musterungen sowie Designs daher. DIY-Projekte, die mit Jersey-Material umgesetzt werden können, sind beispielsweise Kleider, Oberteile oder Mützen.

 

  • Baumwolle: Dieses Material ist eigentlich so ziemlich jedem Menschen ein Begriff. Baumwolle ist einer der am meisten genutzten Stoffe für Bekleidung. Geschuldet ist das seinen hervorragenden Trageeigenschaften, wie Atmungsaktivität, Bequemlichkeit und Hautfreundlichkeit. Darüber hinaus ist der Stoff pflegeleicht und langlebig, was natürlich in Anbetracht der DIY-Projekte hervorragende Voraussetzungen sind. Der Stoff eignet sich sowohl für Kleidung jeglicher Art als auch für Kissen, Bettwäsche und Decken.

 

  • Jacquard: Dieser Stoff bekommt immer mehr Aufmerksamkeit in der Welt des Nähens. Es handelt sich hier um eine Art Sammelbegriff, da Jacquard aus verschiedenen Materialien gearbeitet ist. Das können Seide und Baumwolle, aber auch Wolle und Viskose sein. Normalerweise besitzt diese Stoffart ein Muster, das eingewebt oder gestrickt ist. Oft wirken Jacquard-Stoffe sehr hochwertig, weshalb es beispielsweise eine schöne Idee ist, aus diesen Materialien ein Kleid oder einen Rock zu nähen.

 

  • Viskose: Optisch gleicht Viskose dem Alleskönner Baumwolle, während die Haptik der von Seide ähnelt. In der Mode-Industrie wird Viskose gern genutzt, um beispielsweise Bekleidung mit einem sanften Fall und in zarter Qualität herzustellen. Aus diesem Grund eignet sich der Viskosestoff sehr gut für Kleider, Röcke und Blusen. Allerdings ist hier besondere Sorgfalt empfehlenswert, um den zarten Stoff nicht zu beschädigen.

 

  • Panel: So wird ein Stoff bezeichnet, der bereits mit Motiven auf einen Baumwollstoff gedruckt ist. Panel-Stoffe sind sehr gut für DIY-Projekt geeignet, weil sie sich optimal verarbeiten lassen und gerade Nähanfänger mit diesem Material weniger Schwierigkeiten haben als mit anderen Stoffen. Panel kann für tolle Patchwork-Projekte von Decken über Kissen bis hin zu Wandbehängen genutzt werden.

 

Welche Materialien benötigen Kreative?

Die Grundausstattung: Nadel, Faden, Maßband und Schere.  Foto: pixabay.com © darkmoon1968 (CC0 Creative Commons)

Neben der richtigen Materialauswahl, wie z.B. hochwertigen Stoffen, ist es natürlich für kreative Anfänger und Profis wichtig, das passende Equipment zum Nähen, Schneidern und Co. parat zu haben. Hierzu gehört beispielsweise eine ganz klassische Grundausstattung, die in fast jedem Haushalt vorhanden ist. Das Basis-Zubehör besteht aus:

  • Nadel-Set: Falls eine Nadel wider Erwarten kaputt geht, ist ein Ersatz natürlich immer vorteilhaft.

 

  • Faden-Auswahl: Da die Stoffe in vielen verschiedenen Farben daherkommen, macht es Sinn die Fäden zum Vernähen in einer farblichen Vielfalt im Repertoire zu haben.

 

  • Schere: Zum Zurechtschneiden der Stoffe ist eine Schere unabdingbar. Bitte hier darauf achten, dass die Schere nicht stumpf ist, sonst kann es passieren, dass der Stoff in Mitleidenschaft gezogen wird und unsaubere Ränder entstehen. Worauf bei einer Schere zu achten ist, ist in diesem Blog zu lesen.

 

  • Maßband: Um die Stoffbahnen auf die gewünschte Größe zuschneiden zu können, ist ein Maßband oder wahlweise ein Lineal empfehlenswert.

 

  • Fingerhut: Nähanfänger benutzen dieses Utensil, um die empfindliche Haut der Fingerkuppe bei den ersten Nähprojekten zu schützen.

 

Und nicht vergessen die richtigen Snacks für Zwischendurch am Nähtisch in greifbarer Nähe zu haben, denn ab und an kann es auch mal länger dauern bis das DIY-Projekt fertiggestellt ist.

 

Größere DIY-Projekte mit der Nähmaschine

Bei dem einen oder anderen DIY-Projekt reichen Nadel und Faden nicht aus. Hier kommt die Nähmaschine zum Einsatz.   Foto: pixabay.com © moritz320 (CC0 Creative Commons)

Fortgeschrittene Näh-Fans oder Profis nutzen nicht nur Nadel und Faden, sondern greifen regelmäßig zur Nähmaschine. Gerade bei größeren DIY-Projekten bietet es sich an, die Maschine zu nutzen anstatt jeden Stich mit der Hand durchzuführen. Das Schöne ist, dass auch Anfänger auf eine Nähmaschine setzen können, da es auch Einsteigermodelle gibt. Mit diesen Gerätschaften können Projekte nicht nur „sauberer“, sondern auch schneller umgesetzt werden. Nachteil daran ist, dass eine Maschine deutlich mehr kostet als ein Nadel-und-Faden-Set.

DIY liegt im Trend, ist nachhaltig und bleibt länger im Kleiderschrank

Die Auswahl an Stoffsorten für individuelle Kleidungsstücke und Dekorationsobjekte ist groß. Und es ist kein Geheimnis, dass DIY-Projekte absolut im Trend liegen, weshalb Verbraucher immer häufiger auf Selbstgemachtes zurückgreifen. Das spürt auch die Textilindustrie. Ein anderer wichtiger Punkt, der in der Branche für Druck sorgt, ist die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit, wie auch in der Mitteilung des Vereins Deutscher Textilveredlungsfachleute e.V. (VDTF) deutlich wird. Eine Greenpeace-Umfrage zeigt, dass Bekleidung bei vielen Konsumenten zur Wegwerfware wird. DIY-Projekte können sehr nachhaltig sein, wenn man beispielsweise alte Kleidungsstücke oder recycelte Stoffe zum Nähen verwendet. Des Weiteren bleiben selbstgemachte Lieblingsstücke länger erhalten, weil sie mit schönen Erinnerungen verbunden sind.