Kontrollen an Raststätte führen zu Verhaftung

Polizei überprüft fast 100 Personen.

Artikel vom 22. Januar 2021 - 15:30

SINDELFINGEN (red). Beamte des auch für den Kreis Böblingen zuständige Polizeipräsidiums Ludwigsburg richteten zusammen mit dem Hauptzollamt Stuttgart am Mittwochnachmittag eine Kontrollstelle auf der Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald an der Autobahn 8 in Richtung München ein. Dabei stand hauptsächlich die grenzüberschreitende Kriminalität im Fokus. Zwischen 13 und 18 Uhr wurden 50 Fahrzeuge, 94 Personen und rund 200 Identitäts- und Fahrzeugdokumente überprüft, heißt es im Polizeibericht. Drei der überprüften Dokumente, ein Personalausweis und zwei Führerscheine, waren augenscheinlich falsch.

Für einen 31-jährigen Tunesier, der sich mit einem gefälschten polnischen Personalausweis eine zweite Identität verschafft hatte, endete die Fahrt in der Untersuchungshaft. Wie die Ermittlungen ergaben, war sein Asylantrag in der Schweiz abgelehnt worden. Um nunmehr ein Aufenthaltsrecht in Deutschland vorzutäuschen, nutzte er bei der Kontrolle das gefälschte Dokument. Der wohnsitzlose 31-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt, der den beantragten Haftbefehl wegen unerlaubter Einreise, unerlaubtem Aufenthalt und Urkundenfälschung in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Für fünf weitere Autofahrer endete ihre Fahrt an der Kontrollstelle. Einer zeigte einen mutmaßlich gefälschten Führerschein vor, zwei hatten gar keine Fahrerlaubnis und zwei weitere hatten sich unter Drogeneinfluss ans Steuer gesetzt.

Im Rahmen der ganzheitlichen Kontrolle fielen den Einsatzkräften auch etliche Verkehrsverstöße auf. So hatten drei Fahrer ihre Transporter bis zu 40 Prozent überladen. An drei weiteren Autos stellten sie gravierende Mängel an der Bremsanlage fest, die anschießend auch von einem Sachverständigen bestätigt wurden.

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