Zu wenig Abstand auf der dunklen Autobahn

Der Wintereinbruch sorgt für 25 Verkehrsunfälle mit vier Verletzten im Kreis Böblingen. Am heftigsten kracht es auf der A 81. Insgesamt verläuft der erste Winterunfalltag aber glimpflich.

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    Die Front des Transporters wurde zerstört, die Fahrerin schwer verletzt Foto: SDMG/Dettenmeyer

Artikel vom 01. Dezember 2020 - 15:24

KREIS BÖBLINGEN (red/krü). Wie von den Wetterdiensten angekündigt, fing es am Montagabend an zu schneien. Dass es dann wegen des rutschigen Untergrunds zu Verkehrsunfällen kommt, liegt auf der Hand. Von 25 Unfällen wegen des leichten Wintereinbruchs im Landkreis berichtete die Polizei am Dienstagnachmittag, davon vier mit Verletzten. "Insgesamt gesehen verlief das relativ glimpflich", fasste Polizeisprecher Peter Widenhorn zusammen. Ärgerlich sei, dass viele Beteiligte noch mit Sommerreifen unterwegs gewesen seien - allerdings nicht bei den schweren Unfällen. Die gab es ausschließlich auf der Autobahn in der Nacht. "Da gilt bei diesen Witterungsbedingungen umso mehr: Langsam fahren, Abstand halten!", mahnt Widenhorn zur Vorsicht.

Am heftigsten krachte es in der Nacht auf Dienstag gegen 2.30 Uhr zwischen den A81-Ausfahrten Ehningen und Hildrizhausen. Dort hatte zunächst eine 25-Jährige mit ihrem Ford auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Das Auto schleuderte über alle drei Spuren und kam schließlich auf dem Standstreifen an der Schutzplanke zum Stehen. Zwei nachfolgende Lkw bremsten hierauf stark ab, ebenso ein dahinter fahrender Fiat eines 47-Jährigen. Die darauffolgende 55 Jahre alte Fahrerin eines Fiat Transporters konnte nicht rechtzeitig anhalten, kollidierte zuerst mit dem Fiat vor ihr, dann mit einem Lkw und schließlich mit der Schutzplanke. Durch die Kollision wurde die 55-Jährige in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Die anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Der Sachschaden belief sich sich auf insgesamt rund 55 000 Euro. Die A 81 war in Richtung Singen vorübergehend voll gesperrt.

Nur 20 Minuten zuvor hatte es bereits ein paar hundert Meter weiter einen Unfall gegeben. Ein 19-Jähriger war mit seinem BMW bei der Anschlussstelle Hildrizhausen ins Schleudern geraten - wahrscheinlich weil er zu schnell war. Der BMW kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam an einer Böschung wieder auf den Rädern zum Stehen. Erstaunlich: Der junge Mann blieb unverletzt.

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