Falsche Polizisten unterwegs

Anrufkriminalität: Polizei gibt Verhaltenstipps.

Artikel vom 18. November 2020 - 13:12

KREIS BÖBLINGEN (red). Der Landkreis wird von einer neuen Welle so genannter Anrufstraftaten erfasst. Vor allem falsche Polizeibeamte sind es, die versuchen, von ihren Opfern Geld und Wertgegenstände zu ergaunern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die dreisten Betrüger geben sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen aus und nutzen dabei häufig real existierende Namen und Dienststellenbezeichnungen, um ihre Geschichte glaubwürdiger zu machen. In oft mehreren Telefonaten, heißt es weiter, wenden sie sich in überzeugender Art und Weise an zumeist ältere Menschen, schildern die Festnahme von Einbrechern und warnen, dass ein Einbruch in die Wohnung oder das Haus des oder der Angerufenen unmittelbar bevorstehe. In allen Fällen fordern die Täter ihre Opfer auf, Wertgegenstände und Bargeld zum eigenen Schutz an einen beauftragten Kollegen zu übergeben.

Wer einen solchen Anruf erhält, dem empfiehlt die Polizei folgendes: "Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige."

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