38-Jähriger täuscht Notlage vor und löst Einsatz aus

Angebliche Messerverletzung am Donnerstag im Röhrer Weg in Böblingen.

Artikel vom 31. Juli 2020 - 15:30

BÖBLINGEN (red). Polizeibeamte des Polizeirevier Böblingen und der Polizeihundeführerstaffel umstellten am Donnerstag ein Gebäude im Röhrer Weg in Böblingen, nachdem ein 38-Jähriger zuvor gegen 21.30 Uhr eine Notlage vorgetäuscht hatte.

Wie die Polizei berichtet, hatte sich eine 34-Jährige beim Notruf gemeldet und angegeben, dass sie per Videochat Kontakt zu einem 38-Jährigen hatte. Er soll ihr gegenüber geäußert haben, aufgrund mehrerer Messerstiche schwer verletzt zu sein. Danach sei die Verbindung abgebrochen. Die Polizei suchte sofort mit starken Kräften den Ort auf. Das weitläufige Gebäude wurde von den Beamten durchsucht und man konnte den 38-Jährigen letztlich in einem Raum antreffen.

Dieser hatte keinerlei körperliche Verletzungen und nach einer Begutachtung durch einen Notarzt konnte eine medizinische Notlage ausgeschlossen werden. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht einer Alkoholisierung. Da der Mann immer wieder Stimmungsschwankungen hatte und sich gegenüber den Einsatzkräften äußerst aggressiv verhielt, wurde er von den Beamten in Gewahrsam genommen. Hierbei beleidigte er die Polizisten mit Kraftausdrücken.

Der 38-Jährige, der vermutlich an einer ansteckenden Krankheit leidet, versuchte auch die Beamten mehrmals anzuspucken. Er äußerte die Absicht, die Einsatzkräfte mit dieser Krankheit anzustecken. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 38-Jährige am Freitagmorgen aus dem Gewahrsam entlassen. Er muss nun mit mehreren Strafanzeigen rechnen.

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