Brand in Herrenberger Sozialunterkunft fordert ein Todesopfer

Artikel vom 25. Juli 2020 - 09:58

HERRENBERG (red). Mehrere Anwohner meldeten am frühen Samstagmorgen gegen 04:30 Uhr über Notruf eine starke Rauchentwicklung in einer Sozialunterkunft in der Straße "Schießmauer". Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand ein Zimmer der
Unterkunft bereits im Vollbrand. Da sich noch mehrere Bewohner im Gebäude
befanden, mussten diese von den eintreffenden Polizeibeamten aus dem Haus
gebracht werden. Hierbei zogen sich vier Polizeibeamte eine leichte
Rauchgasintoxikation zu. Im Zuge der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte
der Feuerwehr laut Polizeibericht eine noch nicht abschließend identifizierte Leiche in dem
brennenden Zimmer, bei der es sich den ersten Ermittlungen zufolge wohl um einen
59 Jahre alten Bewohner handeln dürfte. Ein weiterer Bewohner der Unterkunft zog
sich bei dem Versuch, das Feuer zu löschen, eine Rauchgasintoxikation zu. Er
wurden vor Ort vom Rettungsdienst, der mit zwei Rettungsfahrzeugen, einem
Notarzt, dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes sowie mehreren
Ortsverbänden im Einsatz war, behandelt. Die Feuerwehr war mit rund 50
Wehrleuten aus Herrenberg, Kuppingen, Gültstein und Affstätt sowie dem
Notfallnachsorgedienst vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache wurde vom
Kriminaldauerdienst und Kriminaltechnikern des Polizeipräsidiums Ludwigsburg
übernommen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge
auf mindestens 80.000 Euro. Das Gebäude selbst ist nicht mehr bewohnbar. Die
Bewohner wurden von der Stadt Herrenberg untergebracht.

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