Polizisten erlegen ausgebüxtes Rind

Ungewöhnlicher Einsatz an der Bundesstraße 464

Artikel vom 22. Mai 2020 - 15:12

MAICHINGEN/MAGSTADT (red). Polizisten haben am Freitagmorgen bei Maichingen ein Rind erlegt, das von einem Aussiedlerhof ausgebüxt war.

Ein Zeuge hat das frei laufende Tier gegen 6.30 Uhr an der Anschlussstelle Grafenau der Bundesstraße 464 gesichtet und die Polizei alarmiert. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, waren der Besitzer des Rindviehs und ein Tierarzt bereits dort. Der Arzt wollte das Tier mit einem Betäubungspfeil beruhigen. Er näherte sich dem Tier an, musste es aber eine Weile verfolgen, ehe es ihm gelang, den Pfeil zu platzieren. Die betäubende Wirkung des Pfeils blieb allerdings aus und das Tier rannte entlang der B 464 in Richtung Renningen davon. Auf Höhe der Tankstelle bei Magstadt entdeckten die Verfolger das Rind auf einem Feld der Bundesstraße. Da der Betäubungsversuch fehlgeschlagen war, das Tier nicht eingefangen werden konnte und die Gefahr bestand, dass der Vierbeiner auf die Bundesstraße laufen könnte, erlegten Polizeibeamte schlussendlich das Rind. Während dieser Maßnahme war die B 464 zwischen 9 und 9.25 Uhr voll gesperrt, um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden. Bei dem Einsatz waren mehrere Streifen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und ein Polizeihubschrauber gefordert.

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