Holzgerlingen: Vom Blitzer zum Anzeigen-Gewitter

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Artikel vom 22. August 2019 - 15:30

HOLZGERLINGEN (red). Tatort Holzgerlingen-Nord, B 464, Mittwoch 15.10 Uhr: Was da mit einem Blitzer am Straßenrand noch einigermaßen harmlos begonnen hat, hat sich am Ende in einem heftigen Anzeigen-Gewitter entladen.

Im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung wurde an Ort und Stelle ein 30 Jahre alter Fahrer im Skoda geblitzt. Der Mann war mit 86 Stundenkilometer anstatt der erlaubten 70 unterwegs.

Der Skoda-Fahrer kehrte um und erkundigte sich, wie schnell er gefahren ist

Während der Messung befanden sich Beamte der Verkehrspolizei abgesetzt im Bereich der Böblinger Straße/Bebelsbergstraße in ihrem Messfahrzeug. Der Mann wollte sich nun bei den Beamten über seine gefahrene Geschwindigkeit erkundigen, weshalb er die Bundesstraße verlassen und die Polizisten aufgesucht hatte. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Verkehrspolizisten allerdings fest, dass der Skoda-Lenker ohne gültige Fahrerlaubnis und möglicherweise unter Drogeneinfluss gefahren war. Deshalb musste er sich einer Blutentnahme unterziehen.

Da der Mann keinen Führerschein vorzeigen konnte, brachte eine Bekannte eine litauische Fahrerlaubnis zur Kontrollstelle. Bei einer späteren Überprüfung bestätigte sich der Verdacht, dass das sichergestellte Dokument eine Fälschung ist. Was weitreichende Konsequenzen hat. Der 30-Jährige muss nun nicht nur mit einem Bußgeld wegen erhöhter Geschwindigkeit, sondern auch noch mit Anzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Drogeneinfluss und Urkundenfälschung rechnen. So wurde aus einem ersten Blitzlicht ein kräftiges Anzeigen-Gewitter.

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