Männer leisten erheblichen Widerstand

Am Montagvormittag auf dem Landratsamt-Vorplatz

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    Symbolbild: Archiv

Artikel vom 04. Juni 2019 - 13:00

BÖBLINGEN (red). Am Montagvormittag sollte die Polizei einen 22-jährigen Mann festnehmen. Doch die Beamten erlebten auf dem Vorplatz des Landratsamts in Böblingen erheblichen Widerstand - allerdings weniger vom 22-Jährigen als von einem hinzukommenden Bekannten.

Wegen eines Betäubungsmitteldelikts war gegen den 22-Jährigen eine Geldstrafe verhängt worden, die er jedoch nicht bezahlt hatte. Also sollte der Gambier am Montag gegen 10 Uhr "zur Vollziehung der Ersatzfreiheitsstrafe", wie die Polizei schreibt, festgenommen werden. Nachdem sich der Mann hatte widerstandslos festnehmen lassen, tauchte plötzlich ein 20-jähriger Landsmann auf, und baute sich vor den eingesetzten Beamten auf. Währenddessen redete er mutmaßlich in seiner Muttersprache mit dem Festgenommenen, so dass die Polizisten dies nicht verstehen konnten. Der 20-Jährige verhielt sich laut Polizeibericht weiterhin aggressiv und gestikulierte wild.

Plötzlich versuchte er eine Beamtin zur Seite zu schieben, vermutlich um sich dem Festgenommenen zu nähern. Da er die Anweisungen der Beamten ignorierte, stoppte ein Polizist den 20-Jährigen durch einen Schlag. Anschließend sollte er vorläufig festgenommen werden, wogegen er sich heftig wehrte.

Zwischenzeitlich versuchte der 22-Jährige, der bereits in einen Streifenwagen gesetzt worden war, wieder auszusteigen und zu türmen. Schließlich versuchte auch er sich durch Drehen und Winden gegen seine bereits erfolgte Festnahme zu wehren. Doch die Beamten konnten dies unterbinden, so dass der 22-Jährige schlussendlich - nach seiner haftrichterlichen Vorführung - in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen wurde.

Der zwei Jahre jüngere Mann wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Beide Tatverdächtigen müssen mit einer Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte beziehungsweise wegen Widerstands rechnen. Zwei Beamte wurden leicht verletzt. Einer der beiden konnte seinen Dienst vorerst nicht fortsetzten.

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