Feuerwehr rettet Hund in Sindelfingen

Artikel vom 25. März 2019 - 08:20

SINDELFINGEN (red). Die Feuerwehr Sindelfingen wurde am Montag um 5.50 Uhr zu einem Wohnungsbrand in die Welfenstraße auf dem Goldberg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich ein dramatisches Bild dar: In einem mehrgeschossigen, von zwei Parteien bewohnten Reihenhaus brannte es im Erdgeschoss in voller Ausdehnung. Die beiden Bewohner, Vater und Sohn, wurden von der zur Brandbekämpfung vorgehenden Feuerwehr direkt gerettet. „Die Brandausbreitung war allerdings so massiv, dass sich die Flammen schon über die Terrasse den Weg auf den Balkon auf der Rückseite des Gebäudes und die Wohnung im ersten Obergeschoss gesucht hatten“, so Pressesprecher Sascha Luft. Unter der bereits in Brand geratenen Markise standen die vier Bewohner der oberen Wohnung und warteten auf Hilfe.
Da eine Rettung über den mit Rauch und Flammen beaufschlagten Balkon zu gefährlich gewesen wäre, wurden die Bewohner von Einsatzleiter Rainer Just in das angrenzende, sichere Schlafzimmer geschickt, von wo aus die vier Personen und ein Hund sicher über tragbare Leitern gerettet wurden. Während die Löschmaßnahmen im Erd- und Obergeschoss liefen, wurden die sechs Bewohner vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.
Die angrenzenden Gebäude wurden von der Feuerwehr im Laufe des Einsatzes ebenfalls kontrolliert. Die Feuerwehren aus Sindelfingen, Maichingen und Darmsheim waren mit zehn Fahrzeugen und 55 Kräften im Einsatz, unterstützt durch den Rettungsdienst, Notarzt und den Ortsverein Sindelfingen mit zehn Fahrzeugen und 22 Kräften. Die Polizei war mit fünf Fahrzeugen und zehn Personen vor Ort. Oberbürgermeister Bernd Vöhringer und Stadtbrandmeister Wolfgang Finkbeiner machten sich ebenfalls ein Bild der Einsatzlage. Nach Abschluss der Lösch- und Aufräumarbeiten eilten Brandermittler der Kriminalpolizei vor Ort. Zur Sicherheit stellte die Feuerwehr Sindelfingen noch ein Löschfahrzeug zur Brandwache an der Einsatzstelle. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf rund 150 000 Euro.

Fotos: SDMG / Dettenmeyer

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