Junger Fußgänger mitten auf der Straße unterwegs

Polizei bringt 17-Jährigen in psychiatrische Einrichtung

Artikel vom 17. März 2019 - 18:36

BÖBLINGEN (red). Vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand ging ein 17-Jähriger am Samstagmittag auf der Bunsenstraße spazieren. Er zwang durch sein Verhalten mehrere Autofahrer zu bremsen. Einem 39-Jährigen gelang es schließlich, ihn an den Fahrbahnrand zu geleiten und bis zum Eintreffen der Polizei in ein Gespräch zu verwickeln. Der Jugendliche war gegen 14:15 Uhr zu Fuß zunächst mitten auf der Fahrbahn in Richtung Panzerstraße unterwegs. Auf der Strecke sprang er in bislang zwei bekannten Fällen vor Autos, die ihn jeweils langsam passierten. Nur mittels einer Vollbremsung konnten deren Fahrer eine Kollision mit dem 17-Jährigen vermeiden. An der Einmündung zur Panzerstraße missachtete er die rot zeigende Fußgängerampel beim Queren der Straße, worauf der gesamte Verkehr warten musste. Langsam schlenderte er in der Mitte der Fahrbahn weiter in Richtung Böblingen, so dass sich der Verkehr hinter ihm staute. Ein bislang unbekannter Zeuge soll ihn angesprochen und an den Straßenrand geführt haben. Daraufhin riss er sich los und warf einen größeren Stein auf die Fahrbahn. Dann sprach ihn ein 39 Jahre alter Autofahrer an, der wegen dessen Handelns ebenfalls anhalten musste und führte ihn an den Fahrbahnrand. Schließlich konnte er durch die hinzugerufenen Polizisten in Gewahrsam genommen und in eine klinische Einrichtung gebracht werden. Dort beleidigte er die Beamten, wehrte sich gegen deren Vorgehen und versuchte zudem sie zu treten. Er muss nun mit einer Anzeige unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung und Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte rechnen. Das Polizeirevier Böblingen, Tel. 07031/13-2500 bittet Zeugen, insbesondere den Fahrer eines blauen Mercedes, der nur durch eine Vollbremsung einen Unfall vermeiden konnte sowie den Mann, der den 17-Jährigen zuerst angesprochen hatte, sich zu melden.

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