Flammen von Autobrand greifen auf Gebäude über

In Schafhausen verhinderten 100 Einsatzkräfte das Übergreifen auf Nachbargebäude

Aus allen Richtungen rückten rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Weil der Stadt, Grafenau, Magstadt und Renningen mit ihren Einsatzfahrzeugen am frühen Montagmorgen in die Bachstraße in Schafhausen an. Dort war ein Brand in einem Carport in der dicht bebauten Bachstraße gemeldet worden.

Artikel vom 17. Dezember 2018 - 10:36

SCHAFHAUSEN (red/wei). Eine Bewohnerin des betreffenden Hauses hatte das Feuer gegen 3 Uhr entdeckt und Feuerwehr sowie Polizei alarmiert. Anschließend weckten sich die übrigen Hausmitbewohner gegenseitig und verließen das Gebäude. Der Brand entstand aus noch unbekannter Ursache vermutlich im Bereich des Carports, der sich unter einem Balkon des Hauses befindet und in dem ein Auto abgestellt war. Das Feuer griff auch auf das Wohnhaus, eine angebaute Garage sowie eine ebenfalls an das Haus angebaute Scheune über.

Von den Einsatzkräften wurde daher sofort mit den Löschmaßnahmen begonnen sowie durch eine Riegelstellung die benachbarten Gebäude vor einem Übergreifen des Feuers geschützt. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Trupps unter Atemschutz und die Drehleiter eingesetzt. Parallel dazu wurde eine Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz und der Würm aufgebaut. Im Einsatzverlauf wurden dann zwei Personen zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben und im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht. Außerdem konnte eine Katze gerettet werden. Durch das gezielte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte das Feuer dann rasch unter Kontrolle gebracht und abgelöscht sowie eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Im Einsatz befanden sich rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Weil der Stadt, Grafenau, Magstadt und Renningen mit 15 Fahrzeugen, darunter auch Kreisbrandmeister Guido Plischek mit der Führungsgruppe des Landkreises Böblingen und dem Einsatzleitwagen 2 sowie der Abrollbehälter Atemschutz aus Leonberg und zwei Messfahrzeuge aus Sindelfingen und Herrenberg. Das DRK und der Rettungsdienst waren mit 25 Rettungskräften, darunter zwei Notärzten sowie neun Fahrzeugen, vor Ort. Von der Polizei waren zehn Beamte mit fünf Fahrzeugen im Einsatz.

Feuerwehr holt Löschwasser aus der Würm

Bis gegen Mittag löschten Einsatzkräfte der Weil der Städter Feuerwehr noch Glutnester und sicherten die Brandstelle ab. Vermutlich wird das Haus auf absehbare Zeit nicht bewohnbar sein. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf eine sechsstellige Summe belaufen. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg übernommen. Durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde ein Brandsachverständiger bestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Die Brandbekämpfung war laut dem Weil der Städter Feuerwehr-Pressesprecher Jürgen Lenzinger besonders knifflig, weil der Wasserbedarf nicht allein über Hydranten bewerkstelligt werden konnte. Deshalb wurden auch noch zwei Wasserleitungen in Richtung Würm, die ganz in der Nähe vorbeifließt, verlegt. So konnte aus allen Himmelsrichtung gelöscht werden. Ein halbes Dutzend Strahlrohre wurden eingesetzt auch via Drehleiter. Die angrenzenden Bewohner blieben zum Großteil in den Häusern. Eine Evakuierung war laut Einsatzleitung zu keinem Zeitpunkt erforderlich. Und auch der Erste Beigeordnete Jürgen Katz war gleich zur Stelle. Der Schafhausener sorgte dafür, dass der Streudienst gleich ausrückte, weil das Löschwasser fest zu gefrieren drohte und dann für Gefahrenstellen gesorgt hätte.

Fotos: SDMG/Dettenmeyer

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