Bewohner verursacht Explosion im Keller und verletzt sich dabei schwer

Artikel vom 26. November 2018 - 22:54

BÖBLINGEN (red). Dem Polizeipräsidium Ludwigsburg wurde am Montag gegen 20.19 Uhr über Notruf mitgeteilt, dass es in einem Wohnhaus in der Waldenbucher Straße zu einem Brand gekommen ist. Wie die Polizei mitteilt, konnte der Brand durch Einsatzkräfte im Keller lokalisiert und durch die Feuerwehr Böblingen rasch gelöscht werden.

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich vier Personen im Wohnhaus, wobei sich nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ein 53-Jähriger schwere Verletzungen zuzog, die durch den Rettungsdienst vor Ort erstversorgt werden mussten. Der 53-Jährige wurde anschließend in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Die drei weiteren Bewohner konnten durch die Einsatzkräfte unverletzt ins Freie verbracht werden. Hierbei kam auch eine Drehleiter zum Einsatz.

Drei vor dem Wohnhaus parkende Fahrzeuge wurden durch eine Verpuffung im Zusammenhang mit dem Brand beschädigt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Über den entstandenen Sachschaden liegen derzeit noch keine Angaben vor.

Die Feuerwehr Böblingen ist mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst ist mit einem Notarztfahrzeug, zwei Rettungswagen und dem Ortsverein Böblingen im Einsatz. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hat fünf Streifenbesatzungen vor Ort eingesetzt.

Am Dienstag um 10.34 Uhr sendete das Polizeipräsidum Ludwigsburg folgende Ergänzung:
Ersten Erkenntnissen der zwischenzeitlich durch die Kriminalpolizeidirektion Böblingen übernommenen Ermittlungen zufolge hat der 53-Jährige den Brand vermutlich unter dem Eindruck eines psychischen Ausnahmezustands selbst herbeigeführt. Hierzu brachte er im Keller des Mehrfamilienhauses zunächst eine Gasflasche zur Explosion, wodurch es in der Folge zu dem Brand sowie einer Verpuffung in der Heizungsanlage kam. Er erlitt hierbei lebensgefährliche Brandverletzungen und musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Die drei weiteren im Haus befindlichen Bewohner blieben unverletzt. Das Gebäude ist aufgrund struktureller Schäden aktuell nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa  300.000 Euro. Bei der Detonation/Verpuffung wurden drei vor dem Haus geparkte Fahrzeuge durch herumfliegende Glassplitter der Eingangstür beschädigt. Hier wird von einem Schaden in Höhe von etwa 10.000 Euro ausgegangen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Verfahren wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und schwerer Brandstiftung gegen den 53-Jährigen eingeleitet.

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