Gebäude auf dem Golfplatz Schaichhof wurde ein Raub der Flammen (VIDEO)

Artikel vom 17. Oktober 2018 - 00:53

HOLZGERLINGEN (red). Am Dienstagabend gegen 20.45 Uhr gingen mehrere Meldungen bei Polizei und Feuerwehr ein, dass im Bereich des Golfplatzes Schaichhof an der B464 ein großes Feuer zu sehen ist. Wie die Polizei berichtet, stellten die eintreffenden Rettungskräfte schließlich fest, dass ein Lagergebäude des Golfclubs bereits komplett in Flammen stand. Das Haus, in welchem mehrere Golfcaddys gelagert waren, konnte nicht mehr gerettet werden. Es brannte trotz sofortigen Einschreitens der Feuerwehr komplett aus und stürzte ein. Jedoch konnte ein Übergreifen des Feuers auf unmittelbar benachbarte Gebäude, unter anderem die dortige Gaststätte, erfolgreich verhindert werden. Personen kamen glücklicherweise keine zu Schaden. Der finanzielle Sachschaden kann noch nicht abgeschätzt werden, dieser dürfte sich jedoch im siebenstelligen Bereich bewegen. Die Ursache des Brandes ist bislang noch ungeklärt. Während des Löscheinsatzes musste die angrenzende B464 und die Arthur-Hecker-Straße in Weil im Schönbuch für mehrere Stunden gesperrt werden. Insgesamt waren von Seiten der Feuerwehr 23 Fahrzeuge und 180 Einsatzkräfte vor Ort, zusätzlich der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und 33 Einsatzkräften des Ortsverbandes. Außerdem waren die Polizei mit sieben Streifenbesatzungen und das THW mit zwei weiteren Fahrzeugen eingesetzt.

Update der Polizei vom Mittwoch, 15.49 Uhr: Nach dem Großbrand eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses auf dem Gelände des Golfclubs Schönbuch am Dienstagabend ist die Feuerwehr weiterhin im Einsatz. Das Fachwerkhaus, das als Lager genutzt wurde und in dem eine dreistellige Anzahl von Elektro-Golfcaddys gelagert war, ist in Teilen eingestürzt. In der Nacht waren rund 180 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Holzgerlingen, Weil im Schönbuch, Altdorf, Böblingen, Hildrizhausen und Steinenbronn vor Ort. Bewohner von Wohnhäusern, die sich ebenfalls auf dem Gelände befinden, mussten die Räume in der Nacht verlassen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war das Verbleiben in den Häusern nicht möglich. Die Bewohner kamen in einem Hotel unter. Diese Häuser wie auch weitere benachbarte Gebäude blieben jedoch unversehrt. Der durch den Brand des Lagerhauses entstandene Sachschaden wurde auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt. Verletzte gab es keine. Derzeit laufen erste Abrissarbeiten der Feuerwehr. Diese Arbeiten, bei denen schweres Gerät zum Einsatz kommt, dürften den restlichen Mittwoch und möglicherweise auch noch den Donnerstag in Anspruch nehmen. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die polizeilichen Ermittlungen übernommen. Derzeit ist die Ursache des Feuers noch ungeklärt. Möglicherweise entstand der Brand jedoch im Zusammenhang mit einem technischen Defekt. Hinweise auf eine Straftat gibt es bislang nicht. Sobald die Abrissarbeiten beendet sind, werden die Ermittler die vermeintliche Brandausbruchsstelle nochmals überprüfen.

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