Deal mit gefälschtem Handy scheitert

Betrüger in Untersuchungshaft

Artikel vom 12. Oktober 2018 - 15:54

HERRENBERG (red). Die Neuanschaffung eines Smartphones ist bekanntlich meist eine nicht ganz günstige Angelegenheit; das machte sich ein 20-Jähriger zu Nutze, als er in Herrenberg versuchte, das Plagiat eines hochwertigen Handys zu verkaufen.

Doch der potenzielle Käufer bemerkte den Schwindel und ließ den Tatverdächtigen auffliegen. Laut Polizei versuchte der Trickbetrüger das Geschäft am Dienstag gegen 11.45 Uhr in der Horber Straße in der Nähe eines Imbisstandes abzuwickeln. Er bot einem 42-Jährigen an, ein vermeintliches Original-Gerät zum Kauf an und legte einen gefälschten Kaufnachweis vor. Als Verkaufspreis schlug er 350 Euro vor, weniger als die Hälfte des Neupreises.

Der 42-Jährige, der bereits von Betrugsfällen im Zusammenhang mit angebotenen Smartphones gehört hatte, sah sich das Gerät genauer an und stellte beim Öffnen einer App einen Fehler fest. Hierauf nahm er das Handy sowie den vermeintlichen Kaufnachweis und sprach zwei Polizeibeamte an, die sich zufälligerweise auf Streife befanden.

Zur weiteren Überprüfung wurde der 20-Jährige zum Polizeirevier Herrenberg gebracht. Weitere Ermittlungen ergaben, dass vermutlich ein Zusammenhang zu zwei weiteren gleichgelagerten Straftaten in Herrenberg besteht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der junge Mann, der aus Rumänien stammt und keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, am Mittwoch dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen Betrugs und wies ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein. Da zu vermuten ist, dass der junge Mann in der Vergangenheit weitere Plagiate verkauft hat, bittet die Kripo des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Telefon (0 70 31) 13 25 00, weitere Geschädigte sich zu melden.

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