LKW nach Unfall auf die Seite gekippt - langwierige Bergung

Artikel vom 20. Juli 2018 - 05:25

HEIMSHEIM/RUTESHEIM (red). Am Donnerstag gegen 01.45 befuhr der 53-jährige Fahrer eines mit Kunststoff- und Metallteilen beladenen Sattelzugs die Bundesautobahn 8 auf dem rechten Fahrstreifen von Stuttgart in Richtung Karlsruhe. Wie die Polizei berichtet, geriet auf Höhe des Rastplatzes "Höllberg Nord" der 53-Jährige aus noch ungeklärter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit einem auf dem Standstreifen abgestellten Sattelzug eines 29-Jährigen. Der geparkte Sattelzug hatte zwanzig Tonnen Holz geladen. Der Sattelzug des 53-Jährigen streifte an diesem auf dessen gesamter Fahrzeuglänge vorbei. Anschließend geriet der Sattelzug noch weiter nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr dabei mindestens dreißig Meter Schutzplanken, ehe er letztlich an einer Böschung auf der Seite zum Liegen kam. Der 53-Jährige erlitt einen Schock, der durch den Rettungsdienst behandelt wurde. Der im Führerhaus des stehenden Sattelzugs schlafende 29-jährige Fahrer blieb unverletzt. Bis auf Weiteres bleiben sowohl der Standstreifen als auch der rechte Fahrstreifen im Bereich der Unfallstelle gesperrt. Ebenso bleibt die Zufahrt zum Parkplatz Höllberg Nord gesperrt. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 150.000 Euro. Die Bergung der Fahrzeuge wird durch einen Bergemanager vor Ort koordiniert. Entsprechende Berge- und Spezialfahrzeuge befinden sich im Einsatz. Unter anderem wird zum Aufrichten des auf der Seite liegenden Sattelzugs ein Schwerlastkran benötigt. Die Feuerwehren aus Leonberg und Rutesheim sind mit sechs Fahrzeugen und insgesamt 25 Helfern im Einsatz. Aufgrund ausgelaufener Betriebsstoffe wurde ein Vertreter des zuständigen Landratsamts (Fachbereich Umwelt) hinzugezogen. Die Autobahnmeisterei unterstützt die Bergemaßnahmen. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg hat derzeit fünf Streifenbesatzungen im Einsatz. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Die Bergung wird voraussichtlich bis in die frühen Morgenstunden andauern.

Bilder: SDMG/Dettenmeyer

Verwandte Artikel