Nach 80 Minuten hatte Waldenbuch wieder Strom

Sturmböe: Pappel bei Schönaich knickt ab und stürzt auf Mittelspannungsleitung - Feuerwehr hatte fünf Stunden lang zu tun

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    Die Feuerwehr befreit die Stromleitung von der Pappel Foto: SDMG

Artikel vom 06. April 2018 - 09:06

Von Martin Müller

WALDENBUCH/SCHÖNAICH. Am Mittwochnachmittag ist ein Sturmtief über den Landkreis Böblingen hinweggefegt. Um 17.11 Uhr hat die Wucht einer Böe für einen größeren Schaden und Stromausfall auf Markung Schönaich gesorgt: Am Museumsradweg Richtung Speidelmühle, kurz hinter dem Abzweig der Waldenbucher Straße nach Neuweiler, ist eine dicke Pappel auf halber Höhe abgerissen worden und direkt auf eine 20 000-Volt-Mittelspannungsleitung gestürzt. Es handelt sich dabei um eine Hauptversorgungsleitung für das gesamte Stadtgebiet von Waldenbuch.

Nachdem die Netze BW den Strom von der Leitung genommen hatte, konnten die Feuerwehrleute aus Schönaich unterstützt von der Drehleiter aus Böblingen den Baum aus den Leitungskabeln herausschneiden. 13 Feuerwehrleute waren vor Ort und insgesamt fast fünf Sunden bis 22 Uhr damit beschäftigt, den umgeknickten Baum klein zu sägen.

Nach Auskunft von Hans-Jörg Groscurth, Pressesprecher der Netze BW, konnte die Stromversorgung binnen einer Stunde wieder sichergestellt werden: "Das ist gelungen, indem wir im Mittelspannungsnetz Umschaltungen vorgenommen, also andere Leitungen in Betrieb genommen haben." Die Reparatur der Leitungen und Masten dauere indes noch an.

Die komplette Stadt war betroffen

Als Netzbetreiber für Waldenbuch sind die Stadtwerke Tübingen zuständig. Deren Pressesprecher Ulrich Schermaul teilt mit, dass "ganz Waldenbuch" vom Stromausfall betroffen war. Nach dem Protokoll der Stadtwerke zum Schadensverlauf hat es "maximal 80 Minuten" gedauert, bis auch der letzte der rund 8700 Waldenbucher wieder Strom im Haushalt hatte.

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