A8 bei Leonberg: Drei Verletzte, Millionenschaden, Vollsperrung

Artikel vom 19. Juli 2016 - 13:58

LEONBERG (red). Am Dienstag gegen 10.40 Uhr hat sich auf der A8 bei Leonberg ein großer Auffahrunfall mit vier Lkw und einem Pkw ereignet. Es gab drei Verletzte und rund eine Million Euro Sachschaden. Das berichtet die Polizei.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten auf der Autobahn zwischen Dreieck Leonberg und der Ausfahrt Leonberg-West in Fahrtrichtung Karlsruhe drei Lkw-Fahrer und ein Pkw-Lenker verkehrsbedingt angehalten. Ein nachfolgender, 51-jähriger Lkw-Fahrer erkannte die Situation laut Polizeibericht zu spät, fuhr auf und schob die Wartenden aufeinander.

Der 51-Jährige wurde beim Aufprall in seinen Fahrerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde im Anschluss mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Zwei weitere Fahrzeuglenker kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die ineinander verkeilten Fahrzeuge müssen zum Teil mit schwerem Gerät getrennt und anschließend abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden an den Fahrzeugen und der Fahrbahndecke beläuft sich auf etwa eine Million Euro. Die Bergung der Fahrzeuge und der auf der Fahrbahn verteilten Ladung sowie die Reinigung der Fahrbahn nahm mehrere Stunden in Anspruch. Die Vollsperrung dauerte bis 15 Uhr an. Anschließend musste die Fahrbahn noch von der Autobahnmeisterei gereinigt werden.

Der Verkehr in Richtung Karlsruhe wurde ab dem Autobahndreieck Leonberg umgeleitet. Die zwischen den Dreieck und der Unfallstelle im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer wurden über eine Notöffnung ausgeleitet. Aufgrund des Unfalls staute sich der Verkehr von Degerloch bis zum Dreieck Leonberg auf einer Länge von 16 Kilometern und in Fahrtrichtung München - teilweise aufgrund von Schaulustigen - auf 8 Kilometern. Ebenfalls betroffen war die A 81 von Heilbronn kommend. Hier staute sich der Verkehr bis zur Anschlussstelle Zuffenhausen.

Der Rettungsdienst war mit einem Rettungshubschrauber, zwei Notärzten und vier Rettungskräften im Einsatz. Außerdem war der DRK-Ortsverband Leonberg vor Ort, um sich um jene Verkehrsteilnehmer zu kümmern, die im Stau warten mussten. Die Feuerwehr und THW Leonberg waren mit 14 Fahrzeugen und 52 Mann am Einsatz beteiligt. Die Polizei war mit 15 Streifen und
einem Polizeihubschrauber im Einsatz.

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