Entwarnung in Böblingen: Weder Entschärfung noch Evakuierung notwendig

Vermeintlicher Bombenfund im Seecarré: Bei der entdeckten "Anomalie" handelt es sich nur um einige Splitter

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    Die Bombensplitter, die die ganze Aufregung ausgelöst haben / Foto: Stadtverwaltung

Entwarnung auf der Baustelle „Seecarré“ in der Herrenberger Straße in Böblingen: Bei der georteten "Anomalie" handelt es sich nicht - wie befürchtet - um ein scharfes Kampfmittel. Eine Entschärfung, die eine Evakuierung am Sonntag, 9. August, zur Folge hätte, ist deshalb nicht notwendig. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Artikel vom 06. August 2020 - 10:46

Wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg und das für Kampfmittelfunde spezialisierte Unternehmen Geomer Kampfmittelbergung berichtet, wurden bei vorbereitende Sicherungsarbeiten an der vermeintlichen Fundstelle Splitter einer Weltkriegsbombe gefunden. Die Splitter mit einer Länge von bis zu 70 Zentimeter deuteten darauf hin, dass es sich bei dem Verdachtsmoment um eine bereits vor rund 75 Jahren detonierte Fliegerbombe handelt, von der nun Splitterstücke im Erdreich zum Vorschein kamen. Auf Grundlage dieses Befundes wurden die Schürfe vorsichtig weitergetrieben. Hierfür wurde ein Minensuchgerät verwendet. Insgesamt kamen drei dieser Bombensplitter zum Vorschein. Nach einer erneuten Sondierung konnte der nun ungefährliche Fund als die ausgemachte Anomalie bestätigt werden. Die Anomalie wurde durch die großen Metallsplitter verursacht, die in der vorgefundenen Anordnung nicht von einem Bombenblindgänger unterschieden werden können.

Eine Entschärfung der Splitter ist nicht notwendig. Somit muss auch die für Sonntag, 9. August, geplante Evakuierung des Gebiets nicht erfolgen. Die vermeintlich betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner werden am Donnerstag, 6. August im Laufe des Tages mit einem Hauswurf über den Sachverhalt informiert. Ebenso veröffentlicht die Stadtverwaltung Böblingen auf ihren bekannten Kanälen diese Entwarnung.

Oberbürgermeister Stefan Belz bedankt sich bei allen Verantwortlichen sowie Helferinnen und Helfern: „Ein Kampfmittelfund im Herzen Böblingens sorgt immer für große Aufmerksamkeit und löst bei vielen ein mulmiges Gefühl aus. Deshalb bin ich nun umso erleichterter, dass es sich bei den gefundenen Gegenständen um kein gefährliches Objekt mehr handelt, das entschärft werden muss. Bei den Spezialisten der Kampfmittelbeseitigung, den Beamtinnen und Beamten der Polizei sowie meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Böblingen bedanke ich mich sehr herzlich für die geleistete Vorbereitung. Ein Dank geht auch an die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets rund um das Seecarré, die sich für Sonntag bereits Gedanken gemacht haben, nun aber glücklicherweise ein ruhiges Wochenende verbringen können.“