IHK-Bezirkskammer: Im regen Austausch mit der Wirtschaft

Die IHK-Bezirkskammer Böblingen gibt es seit 40 Jahren. Längst ist sie aus der lokalen Wirtschaftswelt nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile hat die Bezirkskammer über 23 000 Mitgliedsbetriebe und betreut jährlich über 3 000 Auszubildende.

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    Die IHK bietet unterschiedliche Veranstaltungsformate an, darunter ganz klassische Experten-Vorträge Foto: Archiv/Bischof

Artikel vom 14. November 2020 - 16:00

KREIS BÖBLINGEN (red). Die Böblinger Bezirkskammer der Industrie- und Handelskammer (IHK) feiert 2020 ihr vierzigjähriges Bestehen. 1980 nahm die Böblinger IHK unter Leitung des Geschäftsführers Walter Vaas in der Bahnhofstraße ihre Arbeit auf und zog wenige Jahre später an ihren heutigen Standort in der Steinbeisstraße um. Vaas leitete die Kammer 28 Jahre lang.

Ihr Dienstleistungsangebot wurde über die Jahre sukzessive erweitert, um den Betrieben im Landkreis Böblingen den bestmöglichen Vorort-Service zu bieten. Mittlerweile zählt die Bezirkskammer Böblingen über 23 000 Mitgliedsbetriebe und betreut jährlich über 3 000 Auszubildende. Präsident ist seit 2009 Andreas Hadler, Vorstand der Baublies AG in Renningen. Marion Oker ist seit 2014 Leitende Geschäftsführerin der Bezirkskammer.

Ausschlaggebend für ihre Gründung war der Wunsch nach einer stärkeren räumlichen Bindung an die Mitgliedsunternehmen. Seit Eröffnung der Bezirkskammer kommen bis heute zahlreiche Unternehmen in die Räumlichkeiten der IHK, beispielsweise zur Bearbeitung von Export- und Importdokumenten. Ausbildungsbetriebe, Azubis und Schulabgänger haben Ansprechpartner vor Ort. Jährlich legen mehrere hundert Prüflinge ihre Aus- und Weiterbildungsprüfungen in der Bezirkskammer ab. Existenzgründer können sich in persönlichen Gesprächen zum Thema Gründung beraten lassen und Unternehmen erhalten bei den Juristen der Bezirkskammer Auskunft zu Rechtsfragen. Im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen bietet sich Unternehmern aus der Region die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Und die Mitgliedsunternehmen engagieren sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich in der Bezirkskammer Böblingen. IN den entsprechenden Gremien beraten Unternehmensvertreter aus dem Landkreis über den generellen Kurs der Kammer und treffen wirtschaftspolitische, haushaltsrechtliche und personelle Entscheidungen.

"So wie die Wirtschaft im Landkreis einem ständigen Wandel unterworfen ist, wandeln auch wir als Kammer uns stetig und passen unser Dienstleistungsangebot immer wieder den neuen Anforderungen unserer Mitgliedsunternehmen an", bilanziert Präsident Andreas Hadler. "Unsere Kernthemen, die Vertretung und Förderung der Interessen der Wirtschaft und unser Angebot in der Aus- und Weiterbildung sowie Außenwirtschaft, haben jedoch bis heute Bestand und werden stark von unseren Mitgliedsbetrieben nachgefragt."

Welch bedeutende Rolle der Austausch mit den Unternehmen hat, wird vor allem in der aktuellen Krise deutlich. "Die breite Akzeptanz, welche die IHK in der lokalen Wirtschaft erfährt, stützt sich bis heute auf unsere Präsenz vor Ort", sagt Hadler. Die Leitende Geschäftsführerin Marion Oker ergänzt: "Durch den engen Austausch mit den Unternehmen ist es uns möglich, zeitnah praxisorientierte Impulse an die Politik und Entscheidungsträger weiterzugeben."

Maßgeblich geprägt wurde die Geschichte der Böblinger IHK durch viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich wie Andreas Hadler ehrenamtlich in der IHK-Bezirkskammer Böblingen engagierten. Herauszuheben sind dabei die ehemaligen Präsidenten Wilfried Ensinger, Walter Georgii, Klaus Hengstberger und Adolf Schöllkopf, die sich über viele Jahre für den Aufbau der Bezirkskammer und deren tiefe Verankerung in der lokalen Wirtschaft engagierten.

Die geplante Jubiläumsfeier konnte coronabedingt nicht stattfinden.