40 geleerte Eimer und viele Erkenntnisse

"Wir für eine saubere Heimat": Die Auszubildenden der Vereinigte Volksbank eG haben im Rahmen ihres Sozialprojektes Müll rund um die Böblinger Seen beseitigt und dabei die eine oder andere Erfahrung gesammelt.

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    Zwei Stunden mit der Abfallzange in Böblingen unterwegs: Die Bankazubis aus dem zweiten Lehrjahr am Unteren See Foto: Volksbank

Artikel vom 25. September 2020 - 15:36

BÖBLINGEN (red). Nach dem Motto "Wir für eine saubere Heimat" haben sich die Auszubildenden der Vereinigte Volksbank eG kürzlich an den Böblinger Seen versammelt, um diese von Müll zu befreien.

Die Idee hierfür hatten sich die Auszubildenden im Rahmen eines Sozialprojektes überlegt. Aufgrund von Corona entschieden sie sich für ein Projekt an der frischen Luft. Besonders wichtig war ihnen laut Pressemitteilung dabei da Thema "Umweltschutz in der Region."

Nach gründlicher Planung und Diskussion begann die Reinigung. Unterstützt wurden die Azubis von Randlj Alen, einem Mitarbeiter der Stadtreinigung, der ihnen Handschuhe, Müllzangen und Mülltüten zur Verfügung stellte. Nach kurzer Einweisung wurden die Auszubildenden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe war für den Oberen See verantwortlich, die andere für den Unteren See. Die Gruppe am Unteren See hatte nicht nur zur Aufgabe den Müll aufzusammeln und die Mülleimer zu leeren, sondern ebenso das Rechen und Aufsammeln des Laubes.

Erstaunen über die große Abfallmenge

Erstaunt waren die Auszubildenden der Volksbank besonders über die Menge an Müll, die sich nach nur einem Tag sowohl in als auch um die Mülleimer herum befand. Randlj Alen erklärte, dass pro Woche allein durch die Reinigung der Böblinger Innenstadt elf Tonnen Müll zusammenkommen. Auffallend war, dass oftmals geschlossene Mülltüten, die offensichtlich aus privaten Haushalten stammten, neben den vollen Mülleimern standen. Andererseits befand sich auf den Spielplätzen rund um den See erstaunlich wenig Müll und anderer Abfall.

Randlj Alen war die Reinigung und Sauberhaltung der Spielplätze besonders wichtig, was sich auch deutlich erkennen ließ. Eine Dame, die zusammen mit ihrem Enkel den Spielplatz am Oberen See besuchte, wurde auf die Müllsammelaktion aufmerksam und erklärte, dass sie jeden Montag beobachte, wie die Mülleimer von Mitarbeitern der Stadtreinigung geleert werden. Viele Bürger und Bürgerinnen wüssten jedoch nicht, wie viel Arbeit und Zeit dahinterstecke.

Nach anstrengenden zwei Stunden und etwa 40 geleerten Mülleimern freuten sich die Auszubildenden über einen müllfreien See und ein gelungenes Sozialprojekt. Mit einem guten Gefühl und neu gewonnenem Respekt für die Arbeit von Randlj Alen und seinen Mitarbeitern starteten die Auszubildenden in das zweite Lehrjahr.

Auch das Bewusstsein für das hohe Müllaufkommen und die richtige Müllentsorgung wurde deutlich gestärkt, so sollte sich doch jeder Bürger Gedanken zu seinem Konsum und Verbrauch von Verpackungsmüll machen, lautete das Fazit. Einhellige Feststellung aller Azubis dazu: "Wir möchten uns nicht ausmalen, wie die Stadt Böblingen ohne Menschen wie Randlj Alen, die sich täglich, ohne Ausnahme von Sonn- und Feiertagen, für eine saubere Stadt einsetzen, aussehen würde."