Hygienekonzept im Gym 24 findet Nachahmer

Bundes- und Lokalpolitiker nehmen die Umsetzung der Corona-Verordnung in dem Herrenberger Fitnessstudio unter die Lupe.

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    Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler (l.) sowie die CDU-Politiker Mark Biadacz (3.v.l.) und Sabine Kurtz machten sich ein Bild vom Gym 24 Foto: red

Artikel vom 05. August 2020 - 19:06

HERRENBERG (red). "Wir sind froh, dass unsere Mitglieder endlich wieder etwas für ihre Gesundheit und ihr Immunsystem tun können", betont Geschäftsführer Frank Luz gegenüber den CDU-Abgeordneten Sabine Kurtz und Marc Biadacz, Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler und dem Vorsitzenden der Herrenberger CDU-Gemeinderatsfraktion, Dieter Harrer, bei der Vorstellung des Hygienekonzepts des Fitnessstudios Gym 24.

Nach wochenlanger coronabedingter Schließung konnte - selbstverständlich unter Einhaltung aller gültigen Abstands- und Hygienevorgaben - der Studiobetrieb im Gym 24 an allen fünf Standorten fortgesetzt werden. Um dies zu ermöglichen, wurde in Zusammenarbeit mit vier weiteren namhaften Clubbetreibern aus Baden-Württemberg ein Hygienekonzept erarbeitet. Inzwischen orientieren sich auch über die Landesgrenzen hinweg viele Clubs an den im Gym 24 umgesetzten Maßnahmen.

"Die Menschen haben Lust, wieder was tun", bemerken Sabine Kurtz und Marc Biadacz bei einem Besuch des Herrenberger Fitnessstudios anhand der schwitzenden, aber strahlenden Gesichter. "Eine regelmäßige sportliche Betätigung wirkt gesundheitsfördernden und stärkt das Immunsystem. Auch das kann uns helfen, eine zweite Infektionswelle zu verhindern", sind sie sich einig.

Das umfangreiche Hygienekonzept im Gym 24 füllt einen ganzen Ordner und nimmt den Trainierenden dennoch nicht die Freude am Training. "Uns war es wichtig, dass wir alle behördlichen Auflagen erfüllen, ohne den Mitgliedern den Spaß am Studiobesuch zu vermiesen", erklärt Frank Luz. Dafür arbeiten in allen fünf Gym-24-Clubs hoch moderne und effiziente Abluftanlagen, die in vergleichbaren anderen Betrieben keineswegs selbstverständlich sind. "In keinem unserer Räume haben wir stehende Luft", erklärt der Sport-Unternehmer.

Auf Mund- und Nasenbedeckungen während dem Sport kann deshalb verzichtet werden. Am Eingang und im Studio selbst stehen vollautomatische Sensor-Spender mit medizinischem Desinfektionsmittel, komplett ohne Alkohol und damit hautschonend, bereit. Das Besondere: Dieses Desinfektionsmittel wirkt auch noch zwei Stunden nach dem Auftragen und bietet den Mitgliedern und Mitarbeitern so einen zusätzlichen Schutz.

An verschiedenen Stellen wurden im Trainingsbereich zusätzlich Hygienestationen mit Feuchttüchern zur Desinfektion der Trainingsgeräte angebracht. Das vermeidet unnötige Kontakte mit Desinfektionsmittelflaschen und reduziert die Laufwege. Das eingesetzte kontaktlose Chipsystem erlaubt ganz ohne umständliches Ausfüllen von Anwesenheitslisten jederzeit das Nachverfolgen einer möglichen Infektionskette. Auf eine Online-Voranmeldung fürs Training können die Studiobetreiber des Gym 24 verzichten, da auf den großen Trainingsflächen die derzeit zulässige Obergrenze gerade in den Sommermonaten ohnehin nicht erreicht wird.

Herzfrequenz beim Spinning wird kontinuierlich überwacht

Die Studioauslastung ist dennoch über die Gym-24-App vor dem Training abrufbar. Dank moderner Technik werden selbst Indoorcycling-Kurse, allerdings mit noch begrenzter Teilnehmerzahl und strikt im anaeroben Bereich, bis zu einstündiger Dauer durchgeführt. Bei diesen Kursen wird die Herzfrequenz kontinuierlich von jedem Teilnehmer überwacht und damit eine erhöhte Aerosol-Konzentration vermieden.

"Die letzten Monate haben uns allen sehr viel abverlangt. Gerade Fitnessstudios mussten lange auf eine Wiederöffnung warten", gibt die Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz zu bedenken, "doch die Corona-Pandemie ist nach wie vor nicht aus der Welt und wir müssen weiter wachsam bleiben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die infektionsschützenden Maßnahmen weiter eingehalten werden. Die umfassenden Hygienekonzepte, die viele Unternehmen in großer Fleißarbeit erstellt haben, sind dafür ein besonders wichtiges Instrument. So hoffen wir, einen zweiten Lockdown verhindern zu können."

"Es war eine harte Zeit und es ist immer noch ein Balanceakt", bestätigt auch Frank Luz am Ende seiner Studioführung, "ich bin mir jedoch sicher, dass auch diese Krise neue Chancen mit sich bringt."